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Hobby-Techniker wollen Rakete ins All schießen

Reisen in den Weltraum sind hochkompliziert und teuer. Eine Gruppe von Technikern, die sich selbst "Amateur Spaceflight Association" (ASA) nennt, versucht dies zu widerlegen. Ihr Ziel ist es, mit einer Rakete die Erdatmosphäre zu verlassen und in den Weltraum vorzustoßen.

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Raketentest der ASA

Das sehr begrenzte Budget ist das Hauptproblem der Hobby-Wissenschaftler. Die Raketen werden in einer normalen Garage eines Mitglieds entworfen und gebaut, Materialien und Technik müssen von Unternehmen erbettelt werden. Aber nur weil die gebauten Raketen billig sind, sind sie noch lange nicht primitiv.

"Wir haben ein ausgeklügeltes Konzept, das funktionieren kann", meint Rob Morehead, Präsident der ASA. Wie die meisten Mitglieder hat er ein Ingenieurs-Diplom und ist beruflich im Johnson Space Center/Houston tätig.

Die Flugkörper bestehen aus einer Kohlenstoff-Verbindung. Die erste Rakete, welche die Erdatmosphäre verlassen soll, wird eine Länge von 15 Metern haben und mit Kerosin und flüssigem Sauerstoff angetrieben. Sie soll nicht in eine Umlaufbahn geschossen werden, sondern sich insgesamt nur drei Minuten im Weltraum aufhalten.

Konkurrenz bekommen die Techniker der ASA vom "Civilian Space eXploration Team" (CSXT), welche vor drei Jahren schon mehr oder weniger erfolgreiche Teststarts unternommen haben. Die von ihnen entworfene sechs Meter große Rakete erreichte eine Geschwindigkeit von annähernd 5000 km/h, verlor dann aber die Hecksteuerungsflosse und geriet außer Kontrolle. Ein weiterer Versuch endete in einer Explosion.

Beide Gruppen verfolgen nicht nur private Absichten. So haben Universitäten und Colleges Interesse bekundet, Experimente in der Schwerelosigkeit durchzuführen - auch wenn diese Bedingungen vielleicht nur für drei Minuten vorhanden sind. Angeblich kann eine Nutzlast von bis zu 100 amerikanischen Pfund bewegt werden.

Wie die ASA angab, kostet der Bau der Rakete verhältnismäßig geringe 100.000 US-Dollar, außerdem sei sie wiederverwendbar, so Morehead. Zum Vergleich: Die NASA veranschlagt die zehnfache Summe für einen vergleichbaren Flugkörper.


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