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Hinweise auf primitives Leben auf dem Mars?

Die Mars-Sonde Global Surveyor beobachtete sich neu formende dunkle Streifen auf Satellitenbildern des Roten Planeten. Es handelt sich hier bei offenbar um einen hochdynamischen Vorgang, welcher auf das Fließen von Wasser zurückzuführen ist.

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Der Mars

Die dunklen Streifen treten immer an Abhängen von Hügeln oder Kratern auf und befinden sich unter dem gedachten Meeresspiegel. Bisher nahm man an, dass es sich um Verwehungen oder herabgestürztes Oberflächenmaterial handele. Mittlerweile scheint Wasser die wahrscheinlichere Erklärung zu sein, glaubt man der Geologin Tahirih Motazedian der "University of Oregon".

Sie stellte auf einem Symposium ihre Beobachtung dar, wonach sich die dunklen Streifen um den großen Vulkan Olympus Mons häufen. Die Vermutung liegt nahe, dass die geothermale Aktivität unterirdisches Eis geschmolzen hat oder das Grundwasser hervorgetreten ist. Beides wäre eine wissenschaftliche Sensation. Der Schmelzprozess erzeuge eine Art Salzlake, so Motazedian, welche Mineralien auflöse und so den Boden dunkel färbt.

Die Theorie wirft ein neues Licht auf den Mars. Diese ungeahnte Dynamik wurde bisher höchstens vermutet und der Entstehungsprozess der dunklen Streifen sei, so Motazedian, aktuell im Gange.

Zwangsläufig führen die neuen Erkenntnisse zu der Frage, ob es primitives Leben auf dem Mars gibt. David McKay, ein Wissenschaftler der NASA, hat eine zweite Theorie, um die dunklen Streifen auf dem Satellitenbild zu erklären.

Schlafende Mikroben, welche durch das Wasser zu neuem Leben erweckt werden, bilden eine rudimentäre Vegetation und sind so für die dunkle Färbung verantwortlich. Nach einigen Monaten oder Jahren, so McKay, sterbe alles wieder ab. Diese Theorie sei nicht vollends auszuschließen.


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