Die Europäische Weltraumorganisation ESA plant, im Jahr 2009 eine unbemannte Mission zum Roten Planeten zu entsenden. Es soll ein Erkundungsfahrzeug auf dem Planeten absetzen, welches nach Anzeichen für Leben zu suchen wird.
Man erhofft sich ebenfalls neue Einblicke in die Oberflächenbeschaffenheit und die Atmosphäre des Mars. Noch befindet sich das Projekt, genannt "ExoMars", im Planungsstadium, weshalb die ESA noch um Vorschläge bittet. "Auf die starke Unterstützung aus der wissenschaftlichen Gemeinschaft sind wir wie in der Vergangenheit auch angewiesen", so Jorge Vago, ein beteiligter Forscher,
Konkret ist bisher nur weniges. Geplant ist ein solarbetriebenes Fahrzeug, welches die Fähigkeit haben soll, Bodenbohrungen durchzuführen, um Proben zu entnehmen. Der Fokus soll auf Areale gerichtet werden, von denen man glaubt, dass dort einmal primitives Leben vorhanden war. Fernziel der ESA ist es, eine eigene bemannte Mission zu unserem Nachbarplaneten zu schicken.
Die Wahrscheinlichkeit, zumindest Mikroben vorzufinden, wird indes heftig diskutiert: Lesen Sie dazu unseren Bericht
Probleme anderer Art gibt es bei dem Projekt der ersten gemeinsamen Weltraumstation, ISS, an dem auch die ESA beteiligt ist. Seit dem verhängnisvollen Shuttle-Unglück am 1. Februar ist die Versorgung mit Hilfe der US-Amerikanischen Raumfähren komplett weggefallen. Währenddessen hoffte man, dass die russische Weltraumagentur Rosawiakosmos, welche ja schon Erfahrungen mit Weltraumstationen hat ("MIR"), diesen Part übernehmen könnte.
Juri Koptew, ein ranghohes Mitglied der Behörde, befürchtet ein komplettes Aus für das wohl ehrgeizigste Gemeinschaftsprojekt der Menschheit, sollten die amerikanischen Shuttles weiterhin am Boden bleiben. Ein Ausbau sei so unmöglich, und den bemannten Betrieb könne nicht durch einen ausschließlich russischen Part aufrecht erhalten werden, warnte er.

