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IBM und CERN berechnen Urknall

Der Computerkonzern IBM wird dem Genfer Forschungszentrum CERN bei den Berechnungen des Urknalls helfen. Für die Auswertung der Datenflut, die der 2007 in Betrieb gehende Teilchenbeschleuniger "Large Hadron Collider" verursachen wird, soll eine neuartige IBM-Software zum Einsatz kommen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Stuttgart mit.

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Künstlerischer Urknall

Die Software sei ein Basis-Werkzeug für das gewaltige Netzwerk (Grid) aus Computern in verschiedenen Ländern, das die experimentellen Daten verarbeiten wird. Sieben große Rechenzentren werden weltweit den Informationsfluss kontrollieren. Eines davon wird im Forschungszentrum Karlsruhe aufgebaut.

Der CERN-Teilchenbeschleuniger wird dann pro Jahr eine Datenmenge von bis zu zehn Petabyte (zehn Millionen Gigabyte) produzieren - das wiederum entspricht etwa dem Inhalt von 15 Millionen CDs. In dem 27 Kilometer langen, ringförmigen Beschleuniger werden Protonen oder Bleikerne mit beinahe Lichtgeschwindigkeit aufeinander geschossen. Beim Zusammenstoß zerplatzen sie in Unmengen kleinerer Elementarteilchen und geben somit Einblick in die innerste Struktur der Materie. Auf diese Art und Weise wollen die Wissenschaftler die ersten Augenblicke nach dem Urknall rekonstruieren und damit eines der größten Rätsel der Physik lösen.

CERN wurde damals 1954 als europäisches "Joint Venture" gegründet und ist das weltweit größte Zentrum für Teilchenphysik. Sozusagen nebenbei war CERN auch maßgeblich an der Entstehung des World Wide Web beteiligt.


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