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ESA plant Mission zum Asteroidengürtel

Britische Forscher planen eine Mission zu dem hinter dem Mars liegenden Asteroidengürtel unseres Sonnensystems. Neben der immer noch offenen Frage nach dem Ursprung der Gesteinsbrocken, möchte man ebenfalls die potenzielle Gefahr für die Erde abschätzen.

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Asteroiden

Das Konzept, welches das Forscherteam um Paolo D'Arrigo vorstellte, ist komplett neu. So sollen mindestens 30 Miniatursonden, ausgesendet von einer Art Mutterschiff, auf die Suche in der bizarren Formation gehen. So ist es möglich, eine Vielzahl von Objekten zu erfassen. Jede Sonde des "Schwarms" soll nach dem aktuellen Entwurf nur 20 Kilogramm wiegen.

Während die Planung schon weit fortgeschritten ist, muss die europäische Weltraumorganisation ESA noch zustimmen. Zur Zeit wird das Projekt einer Machbarkeitsstudie unterzogen.

Weniger kritisch zeigte sich D'Arrigo, welcher sein Konzept als eine "Richtungsänderung" in der interplanetaren Erforschung darstellte. Er räumte allerdings ein, dass alles etwas weit hergeholt klinge, allerdings vom aktuellen Stand der Technik nicht weit entfernt sei.

Die Sonden wären die kleinsten Raumschiffe, die jemals gebaut wurden, allerdings wäre die Nutzlast stark begrenzt. Als Energiequelle will man entweder Solarsegel oder einen kleinen konventionellen Raketenantrieb verwenden.

Zumal sich die Mission mit dem Namen APIES ("Asteroid Population Investigation and Exploration Swarm") noch im Anfangsstadium befindet, wird es bis zum tatsächlichen Start noch einige Zeit, eventuell zehn Jahre, dauern. Das hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass die eingesetzte Technik intensiv geprüft werden muss.

In näherer Zukunft liegen andere Projekte wie SIMONE ("Smallsat Intercept Missions to Objects Near Earth"): Mit einer Flotte von fünf 120 Kilogramm schweren Satelliten sollen diverse Asteroiden angeflogen werden. Initiiert wurde diese Idee von der britischen Firma "QinetiQ", welche Europa gerne als Marktführer in der "Asteroidenabwehr" sehen würde.

Die ESA hat sich währenddessen noch nicht entschieden, welchem Projekt Geldmittel zu geteilt werden. Eine erfolgreiche Mission würde einen großen Prestigegewinn für die europäische Raumfahrt mit sich bringen.


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