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"Columbia"-Schutzschild vor Unglück nur unzulänglich getestet

Schon zwei Jahre vor der "Columbia"-Katastrophe haben NASA-Inspekteure einen Riss im Schutzschild des linken Flügels einer "Discovery"-Raumfähre entdeckt. Offenbar wegen unzulänglicher Methoden wurden bei der daraufhin eingeleiteten Untersuchung keine Schäden an anderen Shuttles - auch nicht an der späteren Unglücksfähre - gefunden, wie NASA-Chef Sean O'Keefe einräumte.

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"Columbia"

Die NASA wusste, dass die rein äußerliche Überprüfung der Abdeckplatten an den Fähren-Flügeln nicht ausreichend ist. Schon vor drei Jahren war eine Studie zu dem Schluss gekommen, dass Schäden am Schutzschild unter der sichtbaren Oberfläche liegen können. Nur durch Entfernen und Zerlegen der Abdeckplatten der Flügel kann die tiefer liegende Schicht kontrolliert werden. Nur gibt es bislang keine Technologie, um die Außenhaut effektiv zu testen, ohne sie zu zerstören, meinte O'Keefe.

Ein Schaden in der hitzebeständigen Verschalung der Flügelspitzen gilt als größtes Absturzrisiko für alle Fähren. NASA-Dokumente belegen, dass die Raumfähre "Discovery" nach ihrer Landung im März 2001 einen fünf Zentimeter langen Riss aufwies, verursacht durch Korrosion. Die Ingenieure befürchteten damals, ähnliche Schäden könnten auch an anderen Fähren auftauchen - die Korrosion war ein bekanntes Problem. Die "Discovery" sei wahrscheinlich wegen ihres Alters besonders anfällig gewesen: Sie war auf ihrem 29. Flug.

Die verunglückte "Columbia" hatte am 1. Februar 2003 insgesamt 28 Flüge absolviert, sie war die älteste NASA-Fähre. Sie brach während des Wiedereintrittes in die Erdatmosphäre auseinander, die gesamte Besatzung kam ums Leben. Die Ermittlungen zur Unglücksursache konzentrieren sich auf den linken Flügel der Raumfähre und dort insbesondere auf die Schutzverschalung.


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