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"Star Trek": Science oder Fiction?

Das österreichische Jugendmagazin "Topic" berichtet in seiner neuesten Ausgabe über die "Star Trek"-Technik. Der Redakteur Alex Rittberger geht dabei auf die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten von "Star Trek" ein.

Titelgrafik zur News
"Topic"-Magazin

Im Folgenden finden Sie den kompletten Artikel, verfasst vom "Topic"-Redakteur Alex Rittberger. Anschließend finden Sie dann den kompletten Scan des Artikels. Wir danken unserem Besucher Damir Kalabic für die Bilder. Bitte bedenken Sie, dass alle Rechte beim "Topic"-Magazin liegen."Die Post geht ab im 24. Jahrhundert: Dank Beamen und Warp-Antrieb braucht keiner auf den Bus warten, dein eigener Klon drückt für Dich die Schulbank. Und wenn Dir einer blöd kommt, stellst Du den Phaser auf Betäubung.

Schön Aussichten. Aber was davon wird Wirklichkeit? Kann man vorhersagen, was die Zukunft bringt?

Es gibt Entwicklungen, die sich leicht voraussagen lassen, und solche, bei denen wir das Ergebnis genauso gut würfeln könnten. Erfindungen passieren nicht im stillen Kämmerlein. Unternehmen und Forscher veröffentlichen jeden noch so kleinen Fortschritt. Daher lässt sich voraussagen, dass in 30 Jahren die Gentechnik und in 100 Jahren die Nanotechnologie Teil des Alltags sein werden. Beides sind Grundlagen, um eines Tages andere Planeten und das Weltall zu erobern.

Der NASA-Physiker David Batchelor hat untersucht, welche "Star Trek"-Techniken eines Tages Wirklichkeit sein werden und welche nur im Reich der Fantasie funktionieren...

Aliens - Wahrscheinlich!

Schade, dass der Warp-Antrieb nicht funktioniert, denn die meisten Wissenschaftler sind sich einig: Wir sind nicht allein im Universum! Leben existiert vermutlich in anderen Sonnensystemen. Die chemischen Bausteine für kohlenstoffbasiertes Leben sind reichlich vorhanden im Universum. "Echte" Außerirdische würden allerdings total anders aussehen als in "Star Trek".

Andere Lebensformen würden sich viel genauer an ihre Welt anpassen, andere Sinne entwickeln, sich anders ernähren und damit anders aussehen, Mr. Spocks spitze Ohren wären zu wenig.

Beamen - Weit weg!

Brent Spiner, er spielt den Androiden Lt. Commander Data in "Nemesis": "Unsere Drehbuchautoren versuchen so nah wie möglich an der Wirklichkeit zu bleiben. Aber ich weiß nicht, ob das Beamen schon funktioniert". Der Österreicher Anton Zeilinger ist weltweit einer der Top-Forscher in Sachen Teleportation. Ihm gelang es, Lichtteilchen über eine gewisse Entfernung zu beamen. Sein Ziel ist jedoch nicht das Beamen von Objekten oder Menschen, sondern die Entwicklung von Quanten-Computern, die bis zu eine Milliarde Mal schneller sind als die bisher verfügbaren Hochleistungscomputer.

Die Möglichkeit, einen Menschen wie Scotty von einem Ort zum anderen zu beamen, ist noch sehr sehr weit entfernt. Dafür ist der Bau einer Maschine notwendig, die die Billionen Atome des menschlichen Körpers erfasst und analysiert. Quantenphysiker Zeilinger: "Allein die Informationen über die Quantenzustände eines Menschen, die zum Beamen übertragen werden müssten, würden einen CD-Stapel mit einer Höhe von 1000 Lichtjahren füllen". Na dann: Scotty, hol schon mal ein paar CDs!

Klonen - Schwierig!

In "Star Trek: Nemesis" verwenden die Romulaner DNA von Captain Picard und klonen daraus den Bösewicht Shinzon. Glaubt man der Firma "Clonaid", ist diese Horror-Vision heute schon Wirklichkeit: Nach Angaben des Sekten-Unternehmens "Clonaid" sind bereits zwei geklonte Babys geboren worden. Doch Wissenschaftler bezweifeln das Gelingen und sprechen von unverantwortlichen Menschenversuchen. Exakte Klon-Kopien von Mäusen, Schweinen, Katzen sind jedoch Wirklichkeit, berühmtestes Beispiel: das Klonschaf "Dolly". Klonversuche schlagen meist fehl. Die im Februar 2002 geborene erste Klonkatze "Cc" war das einzige lebensfähige von 87 geklonten Kätzchen.

Materie-Antimaterie-Generatior - Denkbar!

Physiker sind sich einig: Die gesteuerte Vermischung von Materie und Antimaterie als Energiequelle ist eine der besten Sachen aus der "Enterprise"-Trickkiste. Laut Beschreibung des technischen "Star Trek"-Handbuchs funktioniert der Antrieb, indem gefrorener Anti-Wasserstoff von magnetischen Feldern umgeben wird und NIE, NIE, NIE normale Materie berühren darf - oder KA-BOOOM! Theoretisch ist dieser Antrieb denkbar, aber bis wir damit durch die Galaxis knattern, dürfte es noch dauern.

Warp-Antrieb - Zu schnell!

Albert Einstein hat gesagt, nichts kann sich schneller bewegen als Licht. Bis heute konnte keiner das Gegenteil beweisen. Das heißt: Sobald die "Enterprise" auf Warp-Antrieb geht, verletzt sie physikalische Grundgesetze. Das bedeutet leider auch: Ausgedehnte Suchexpeditionen mit Überlichtgeschwindigkeit nach Aliens sind nicht möglich, und das wird auch so bleiben."Neben dem "Star Trek"-Teil präsentiert der zweiseitige Artikel auch eine interessant Liste mit Vorhersagen, die niemals eintrafen:"Uuups - falsch gelegen - kluge Vorhersagen, die niemals eintrafen.

Wenn kluge Köpfe voller Ernst in die Zukunft blicken, bedeutet das noch lange nicht, dass ihre Vorhersagen auch eintreffen. Die lustigsten falschen Prophezeiungen:

"Das Telefon hat zu viele ernsthaft zu bedenkende Mängel. Das Gerät ist von Natur aus von keinem Wert für uns".
Western Union, interne Kurzinformation, 1876

"Schwerer als Luft? Flugmaschinen sind unmöglich".
Lord Kelvin, Präsident der Rpyal Society, 1895

"Wir mögen den Sound nicht, und außerdem ist Gitarrenmusik sowieso am Aussterben".
Decca Recording Company begründet die Zurückweisung der Beatles, 1962

"Alles, das erfunden werden kann, ist erfunden worden".
Charles H. Duell, amerikanisches Patentamt, 1899

"Wer zur Hölle will Schauspieler reden hören?"
Der Filmkonzern Warner Brothers über die Einführung der Tonfilme, 1927

"Ich denke, dass man auf der ganzen Welt nicht mehr als vielleicht fünf Computer braucht".
Thomas Watson, IBM-Vorsitzender, 1943

"Computer der Zukunft werden nur 1,5 Tonnen wiegen".
Aus: "Popular Mechanics", 1949

"640 Kilobyte Arbeitsspeicher sollten genug für jedermann sein".
Bill Gates, Microsoft-Boss, 1981

"Ich habe die Länge und Breite dieses Landes bereist und mit den besten Leuten geredet, und ich kann Ihnen versichern, dass Datenverarbeitung (EDV) ein Tick ist, welcher dieses Jahr nicht überleben wird".
Der Herausgeber eines Berichts für Wirtschafsberater, 1957"Zusätzlich gab "Topic" auch einen Buchtipp an. Es handelt sich um "Faszinierend! Star Trek und die Wissenschaften" von Thomas Richter und Nina Rogotzki, welches Sie sich unter diesem Link bei "Amazon.de" bestellen können.

Scans des Artikel

Im Folgenden die Scans des Artikels. Einfach auf die Bilder klicken, um sie in einer größeren Version zu betrachten:


Hinweis

Alle Rechte der Bilder und des Textes liegen ausschließlich beim "Topic"-Magazin. Das "Topic"-Magazin ist überall im österreichischen Zeitschriftenhandel zu erwerben.

(sl); STVC-Meldung vom 17.04.2003; Quelle: [1578 Aufrufe; 0 Kommentare]

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