Pünktlich um 5:54 MESZ heute morgen hob die neue Besatzung der "ISS" an Bord einer "Sojus" mit einem Bilderbuchstart zu ihrer Mission ins All ab. 9 1/2 Minuten nach dem Start erreichte die Crew den Erdorbit und befindet sich nun auf einem Zwei-Tage-Trip zur Internationalen Raumstation.
Bis zum Andocken am Montag folgen einige Manöver im Orbit, um auf Höhe der "ISS" zu kommen. Die beiden Besatzungen werden eine Woche gemeinsam im All verbringen, bevor Expedition 6 am 3. Mai zur Erde zurückkehren wird.
Etwa drei Monate nach dem Absturz der US-Raumfähre Columbia ist erstmals wieder ein bemannter Flug ins All gestartet. Eine russische "Sojus"-Rakete startete vom Raumfahrtbahnhof Baikonur in Kasachstan. Sie soll den US-Astronauten Edward Lu und seinen russischen Kollegen Juri Malentschenko zu einer sechsmonatigen Mission auf der Internationalen Raumstation ("ISS") bringen.
Kurz vor dem Start ließ Russlands Präsident Wladimir Putin den beiden Raumfahrern nach offiziellen russischen Angaben noch telefonisch einen sicheren und guten Flug übermitteln. Der 39-jährige Lu und der 41 Jahre alte Malentschenko sollen die derzeitige Crew von zwei US-Astronauten und einem russischen Kosmonauten an Bord der "ISS" ablösen.
Dies ist jetz der erste bemannte Flug ins Weltall seit der "Columbia"-Katrastrophe am 1. Februar. Alle sieben Astronauten an Bord des US-Shuttles waren bei dem Absturz ums Leben gekommen. Die US-Raumfahrtbehörde NASA hatte daraufhin alle Shuttle-Flüge zur ISS bis auf weiteres gestrichen. Die "ISS"-Missionen wurden aus Gründen der Versorgung von drei auf zwei Astronauten verkleinert.

