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Heftige Kollission zweier Galaxien

Das "Hubble Heritage"-Team zeigt in seiner Mai-Veröffentlichung die Folgen einer gewaltigen Galaxienkollision: Durch diesen kosmischen Verkehrsunfall in rund 235 Millionen Lichtjahren Entfernung entsteht eine Vielzahl neuer Sterne. Die beiden Galaxien prallen mit einer Geschwindigkeit von über 10 Millionen Kilometern pro Stunde zusammen.

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NGC 1275

Das Mai-Bild des "Hubble Heritage"-Team wurde mit der "Wide Field Planetary Camera 2" (WFPC2) des "Hubble"-Weltraumteleskops aufgenommen und zeigt in voller Schönheit die gewaltige Spiralgalaxie "NGC 1275", die gerade mit einer zweiten Galaxie kollidiert, die aber nur von der Seite her zu sehen ist. Das zeigt sich durch die im Bild erkennbaren Spuren der Spiralstruktur sowie durch deutliche Staubwolken und helle Regionen, in denen jetzt gerade neue Sterne entstehen.

Gründlichere Untersuchungen von "NGC 1275" zeigen, dass das staubige Material im Vordergrund zu einem Spiralsystem gehört, das man nahezu exakt von der Seite sieht. Die zweite Galaxie ist eine riesige elliptische Galaxie, die hinter "NGC 1275" liegt und über eine feine Spiralstruktur in ihrem inneren Bereich verfügt. Die Galaxien, so die Daten der Wissenschaftler, scheinen mit einer Geschwindigkeit von über zehn Millionen Kilometern pro Stunde zu kollidieren.

"NGC 1275" ist ca 235 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt und liegt im Sternbild "Perseus". Sie gehört zu einem großen Galaxienhaufen, dem so genannten "Perseus Cluster", und ist den Astronomen auch als Quelle für intensive Röntgen- und Radiostrahlung bekannt. Die Kollision der Galaxien dürfte dazu führen, dass immer mehr Gas ins Zentrum der Galaxie gelangt. Und hier könnte sich - die beobachtete Strahlung im Radio- und Röntgenbereich deutet darauf hin - ein sehr massereiches Schwarzes Loch befinden.


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