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Japan will Asteroidengestein sammeln

Dreißig Jahre ist nunmehr her, dass US-amerikanische Astronauten Gesteinsproben des Monds mit auf die Erde brachten. Japan, in der Weltraumforschung eher ein unbeschriebenes Blatt, plant nun eine Mission zu einem erdnahen Asteroiden.

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Ein Asteroid

Das Forscherteam um Junichiro Kawaguchi richtet das Augenmerk auf das Himmelsobjekt mit dem Namen "1998 SF36", welches sich in einer Entfernung von circa 290 Millionen Kilometern zur Erde befindet. Es wird als "Football-förmig" beschrieben, und ist 690 Meter lang und 300 Meter breit - in kosmischen Dimensionen nicht mehr als ein Staubkorn.

Eben auf diesen Staub hat es die Sonde abgesehen. Das Raumschiff des Typs "MUSES-C" soll, nach einer zweijährigen Reise, den Asteroiden zunächst drei Monate beobachten und Infrarotbilder aufnehmen. Zum Ende soll ein Geschoss abgefeuert werden, welches Gesteinsfragmente lösen soll. Diese werden dann von der Sonde aufgesammelt.

Die Forscher planen nur mit einer sehr geringen Menge - die Rede ist von einigen wenigen Gramm an Gestein. Trotzdem soll dieses Häufchen ausreichen, um diverse Experiment durchführen zu können. Mitte des Jahres 2007 sollen diese auf der Erde ankommen.

Der Starttermin wird der 9. Mai 2003 sein. Die japanische Weltraumbehörde plant erneut den Einsatz einer "H-2A"-Rakete, welche nun mittlerweile fünf erfolgreiche Starts hinter sich hat und schon zwei Spionage-Satelliten in den Erdorbit brachte. Mit dieser Forschungsmission wird auf wissenschaftlicher Ebene Neuland betreten.


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