Wie immer bekommen Sie vor der Ausstrahlung einer neuen "Enterprise"-Episode auf Sat.1 eine Inhaltsbeschreibung und eine Kurzkritik zu lesen. Diese Woche: "Das Eis bricht". Erfahren Sie, warum diese Episode das erste Highlight der Serie ist.
Inhalt
"Trip" findet heraus, dass T'Pol geheime Nachrichten an ein vulkanisches Schiff übermittelt, das die "Enterprise" wochenlang beschattete. Währenddessen muss Archer einen gefährlichen Rettungsversuch unternehmen, um zwei Crewmitglieder wiederzufinden, die auf einem Kometen gestrandet sind, der sich schnell auflöst...
Kurzkritik
Nach den sehr schwachen Episoden zuvor kommt endlich eine bessere Episode auf die Zuschauer zu. Und diese hat es in sich. "Das Eis bricht" darf zu dem ersten Highlight der Serie gezählt werden und überzeugt durch fesselnde Charaktermomente, witzige Einfälle und nicht zuletzt Produktion auf Kino-Niveau.
Dass die Story - mittlerweile gewohnt bei "Enterprise" - ein wenig dünn ist, stört in dieser Episode wenig, zumal sie voller guter Charaktermomente ist und gänzlich mit dem Potenzial der jüngsten "Star Trek"-Serie spielt. Wie zuvor in "Geistergeschichten" ist für die Crew jeder Himmelskörper etwas neues und erforschungswertes. Das Flair des Pionierhaften wird auch in "Das Eis bricht" sehr gut eingefangen und auch der Zuschauer kann dank witziger Einfälle wie dem Schneeman sich der Faszination des Kometen nicht entziehen. Eine Episode wie "Das Eis bricht" wäre in keiner anderen "Star Trek"-Serie denkbar.
Doch der größte Pluspunkt dieser Episode ist, dass die Macher auf banale Actionszenen wie in der letzten Episode verzichteten, sondern stattdessen die Charaktere mehr in den Vordergrund stellten. Die Nebenhandlung um T'Pol kontrapunktiert geradezu mit dem Thema der Haupthandlung und sorgt für einen runden und harmonischen Eindruck, den "Das Eis bricht" bei den Zuschauern hinterlässt. Insofern kann man hierbei fast gar nicht mehr von Nebenhandlung sprechen, denn die Episode wäre ohne sie nicht denkbar.
Aber auch der sture und bisher recht unsympathische Archer kommt zum ersten Mal in die Nähe der Gunst der Zuschauer. Der Konflikt in ihm, sein Hass gegenüber der Vulkanier und seine letztendliche Einsicht sind hervorragend vom Drehbuch ausgearbeitet - wenn auch der Darsteller Scott Bakula eine Spur zu hart gespielt hat. Dafür sind Jolene Blalock alias T'Pol und Connor Trinneer alias "Trip" abermals in Hochform.
Was aber immer wieder erstaunt, ist die hervorragende Produktionsqualität bei "Star Trek" und insbesondere bei "Enterprise". Der Komet ist trotz CGI glaubwürdig dargestellt und kann es locker mit Kinofilmen aufnehmen. Es zeigt sich, dass die Macher eine Menge Geld in "Enterprise" gesteckt haben und das zahlt sich aus: "Enterprise" ist die zur Zeit mit Abstand aufwändigste Sciencefiction-Serie.
Alles in allem eine gute Episode, die sehr gut das Potenzial dieser neuen "Star Trek"-Serie präsentiert und mit großartigen Charaktermomenten und aufwändiger Produktion überzeugen kann. Lediglich die Story sollte nächstes Mal ein wenig komplexer ausfallen, denn dann befindet sich "Enterprise" wieder auf dem richtigen Wege. Note 2+
Sat.1 - 09.05.2003, 20:15 Uhr: "Das Eis bricht", 8. Episode (1. Staffel) der Serie "Enterprise", Sciencefiction, USA 2001.
(sl); STVC-Meldung vom 09.05.2003; Quelle:
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