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Japanische Sonde auf dem Weg ins All

Eine japanische Sonde ist ins Weltall gestartet, um erstmals Bodenproben eines Asteroiden zur Analysierung zur Erde zu bringen. Doch die Landung auf dem fliegenden Felsen ist ein schwieriges Unterfangen.

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Die Landung

Der fünfte Start im Raumfahrtzentrum Kagoshima auf der Südinsel Kagoshima verlief ohne Probleme. Die japanischen Forscher wollen Gesteinsproben eines Asteroiden einsammeln und zur Untersuchung zur Erde bringen. Das ehrgeizige Vorhaben - es wäre die erste Probenbeschaffung auf einem Himmelskörper des Sonnensystems seit den Mondflügen der USA und der UdSSR - soll eine "Muses-C" genannte Sonde verwirklichen, die am Freitag mit einer japanischen M-5-Rakete ins All geschossen wurde.

Der Souvenirjäger ist mehr als eine reine Forschungssonde: ""Muses-C" dient auch zur Erprobung neuer Raumfahrttechniken für künftige Missionen", erklärt Akira Fujiwara vom japanischen "Institute of Space And Astronautical Science (ISAS)". Ein Ionenantrieb, der auf der Beschleunigung elektrisch geladener Xenon-Atome beruht, treibt das 500 Kilogramm schwere Vehikel an Stelle eines klassischen Raketenmotors voran.

Wenn alles nach Plan läuft, erreicht "Muses-C" den Asteroiden mit dem sperrigen Namen "1998 SF36" im Juni 2005. Drei Monate lang soll die Sonde den fußballfeldgroßen Brocken aus einer Distanz von etwa 20 Kilometern beobachten. Dabei kommen außer der Bordkamera auch ein Infrarot- und ein Röntgenspektrometer zum Einsatz. Dann startet die Sonde ihren Annäherungsversuch.

Am Boden von "Muses-C" befindet sich ein rund ein Meter langer Trichter, der das begehrte Gestein aufnehmen soll. Innovativ ist auch die Sammelmethode: Unmittelbar nach dem Bodenkontakt wird ein mehrere Gramm schweres Metallprojektil in die Oberfläche des Asteroiden geschossen, die Splitter soll der Trichter auffangen. Danach wird sich das Raumfahrzeug mit Hilfe seines Ionenantriebs auf den Rückflug zur Erde machen. Mit dem schubschwachen Triebwerk dürften zwei weitere Jahre vergehen, bis der Kanister mit den wertvollen Proben schließlich im Jahr 2007 am Fallschirm über Australien niedergeht.


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