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"Enterprise" bekommt mächtig Konkurrenz

Als ob die US-Quoten von "Enterprise" in dieser Staffel nicht katastrophal genug wären, könnten diese in der dritten Staffel noch weiter sinken, denn die äußerst erfolgreiche "Smallville"-Serie wird auf dieselbe Sendezeit verschoben. Plus: Finale US-Quoten zu "Cogenitor" im Artikel.

Ein Dilemma erwartet den US-Genre-Fans diesen Herbst. Denn dann werden sich diese eventuell zwischen "Enterprise" und "Smallville" entscheiden müssen, da letztere Serie auf die Sendezeit der fünften "Star Trek"-Serie verschoben wird. Sollte der US-Sender UPN seine "Enterprise"-Planung nicht ändern, wird die Serie mittwochs um 20 Uhr mächtig Konkurrenz seitens "Smallville" bekommen, welche auf dem US-Sender WB läuft.Die finalen Einschaltquoten (National-Ratings) berücksichtigen alle TV-Märkte in den USA. Die Zahl wird in Haushaltspunkten angegeben, was nichts anderes bedeutet als die Prozentzahl aller US-TV-Haushalte. Bei einer finalen Einschaltquote von 2,7 Punkten sahen also rund 2,7% der US-TV-Haushalte "Enterprise". Der Marktanteil gibt an, wieviel Prozent von den gesamten Zuschauern, die zur Sendezeit den Fernseher eingeschaltet hatten, "Enterprise" sahen. 4% bedeutet also, dass 4% aller zur Sendezeit aktiven Zuschauer "Enterprise" eingeschaltet hatten, der Rest bevorzugte andere Sender. Die Zuschauerzahl in Millionen gibt schließlich an, wieviele Zuschauer (nicht Haushalte) tatsächlich eingeschaltet haben. "MediaWeek"s John Consoli zufolge, wird WB "Smallville" und "Angel" zusammen am Mittwoch-Abend ausstrahlen. Damit nicht genug, berichtet "Variety", dass der populäre "Buffy"-Gaststar James Marsters ("Buffy" läuft auf UPN) seine Rolle als Spike in "Angel" (läuft auf WB) wiederaufnehmen wird. Damit würde die Serie dem ohnehin angeschlagenen UPN-Sender noch mehr Zuschauer aus seiner Zielgruppe der 18-49-jährigen Männer weglocken.

"Wir müssen nach dem Ende von "Dawson's Creek" Vorsorge in diesem Sendeblock treffen", verrät der WB-Entertainment-Vorsitzender Jordan Levin. "Es war stets ein starker Sendeplatz gewesen und wir müssen den Erfolg durch eine solide und bekannte Show weiterführen".

"Smallville" erlangte in ihrer letzten Staffel ein National-Rating von durchschnittlich 3,75 Punkten bei 5,68% Marktanteil. Damit ist sie "Enterprise" mit ihren 2,59 Punkten bei 4,12% Marktanteil deutlich überlegen. Bei der wichtigen Werbezielgruppe der jungen Männer kann "Smallville" sogar ein um ein Drittel höheres Ergebnis erbringen.

"Magna Global USA"-Vorsitzender für die Zuschaueranalyse, Steve Sternberg, erzählt "MediaWeek", dass die Verschiebung von "Smallville" auf einen neuen Sendeplatz ein logischer Schritt für den Sender WB ist. Den aktuellen Dienstags-Sendeplan, bestehend aus der Frauensitcom "Girlmore Girls" und der eher männerdominierten Serie "Smallville", aufzuspalten, "macht Sinn", meint Sternberg, da beide Serien verschiedene Zuschauergruppen ansprechen würden. Ferner könnte "Smallville dazu beitragen, ein weiteres erfolgreiches Abendprogramm aufzubauen".

Die US-Quoten von "Enterprise" sanken in der zweiten Staffel auf ein katastrophales Niveau (wir berichteten jede Woche in unseren ausführlichen US-Quotenbesprechungen). Die Serie geht zwar höchstwahrscheinlich in eine dritte Staffel, doch wird diese auf sehr wackeren Beinen stehen. Zum ersten Mal könnte es nämlich passieren, dass eine "Star Trek"-Serie aufgrund schlechter Quoten abgesetzt wird. Die dritte Staffel wird also gute US-Quoten vorlegen müssen.

Wenn jetzt auch noch "Smallville" in direkter Konkurrenz zu "Enterprise" steht, würde es sehr düster aussehen, schließlich hat "Smallville" dieselbe Zielgruppe und da sie die erfolgreichere und beliebtere Serie ist, wird sie unweigerlich einen negativen Einfluss auf die "Enterprise"-Quoten haben. Während "Dawson's Creek" nicht in der Lage war, "Enterprise" zu schlagen, ist "Smallville" ein wahrer Quotenbringer für den WB-Sender. Mit durchschnittlich 6,41 Millionen Zuschauern schlägt "Smallville" die junge "Star Trek"-Serie (3,93 Millionen) um beinahe 40%.

Die letzte "Smallville"-Episode zum Beispiel konnte 6,5 Millionen Zuschauer fesseln und brachte es auf ein National-Rating von 4,0 bei 6% Marktanteil. "Enterprise" konnte mit "Cogenitor" nur 4,1 Millionen Zuschauer für sich gewinnen und brachte es auf ein National-Rating von lediglich 2,7 bei 4% Marktanteil. Keine einzige "Enterprise"-Episode konnte dieses Jahr mehr als 5 Millionen Zuschauer vorweisen, während bis auf eine alle "Smallville"-Folgen 2003 mehr als 6 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme locken konnten. Viele Episoden konnten sogar mit über 7 oder gar 8 Millionen Zuschauern aufwarten. "Enterprise" verlor rund 30% Zuschauer im Vergleich zur ersten Staffel, während "Smallville" rund 10% mehr Zuschauer dazugewinnen konnte.

Man sollte also hoffen, dass der US-Sender UPN weise ist und "Enterprise" auf einem anderen Sendeplatz ausstrahlt. Erst am Donnerstag wird UPN sein Prime-Time-Programm für die kommende TV-Saison ankündigen. Wir halten Sie selbstverständlich auf dem Laufenden.

Den englischen Original-Artikel von "MediaWeek" finden Sie unter diesem Link. Die US-Quoten der TV-Saison 2002-2003 von "Smallville" finden Sie unter diesem Link, die von "Enterprise" finden Sie in unserem ausführlichen Quotenarchiv und die von "Dawson's Creek" finden Sie hier. Der "Variety"-Artikel zu "Angel" ist nur für Abonnenten zugänglich. Diesen finden Sie unter diesem Link.

(sl); STVC-Meldung vom 13.05.2003; Quelle: TrekToday [1002 Aufrufe; 0 Kommentare]

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