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Frühling auf dem Neptun

Auf dem achten Planet unseres Sonnensystems, dem Neptun, herrscht bald Frühling. Der weit entfernte Sonnentrabant braucht insgesamt 165 Jahre, um einmal das Zentralgestirn zu umrunden, somit wechseln die Jahreszeiten ungefähr alle 40 Jahre. Das "Hubble"-Weltraumteleskop beobachtete nun Veränderungen in der Atmosphäre: die Bildung von Wolken.

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Der Neptun

Das es überhaupt einen Jahreszeitenwechsel gibt, ist eine Überraschung in Astronomiekreisen. Dies wurde bei einer derart großen Entfernung nicht vermutet.

Wer allerdings mit Pflanzenwuchs und regnerischem Aprilwetter rechnet, der sieht sich getäuscht. Neptun fällt lediglich durch einige helle Wolken in seiner Atmosphäre auf. Aufgrund seiner leicht geneigten Achse, ähnlich wie bei der Erde, herrscht nur in der südlichen Hemisphäre Frühling, während in der anderen Planetenhälfte Herbst ist. Die Temperatur ist mit minus 172 Grad Celsius auch alles andere als warm.

Der Trend zur vermehrten Wolkenbildung wird seit Anfang der Achtziger Jahre durch bodengestützte Observatorien aufgenommen. Seit 1996 wurde das "Hubble"-Teleskop darauf angesetzt, da der Neptun bekannt für sein ungewöhnliches Wetter ist. Auf seiner Oberfläche ist es nicht ungewöhnlich, dass Stürme mit bis zu 1.600 Stundenkilometern hinwegfegen. Die Sonne ist ungefähr 900-mal schwächer im Vergleich zu der irdischen Intensität.

Eine Abhängigkeit der saisonalen Wechsel mit eventuell erhöhter Sonnenaktivität war der erste Erklärungsversuch der Forscher. Doch dies passte mit den Langzeit-Beobachtungen nicht zusammen. Nun scheint es, als reiche die minimale Sonnenenergie aus, um massive und sogar optisch sichtbare Veränderungen hervor zu rufen.


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