Der "Emmy"-Preisträger Michael Westmore, Langzeit-Make-up-Designer von "Star Trek", sprach gestern über seine Arbeit und die Inspirationsquelle seiner Alien-Masken: das irdische Tierreich in all seiner Vielfalt.
""Die Natur als Vorlage zu nehmen, vereinfacht meine Arbeit ungemein. So muss ich nicht dasitzen und mir etwas überlegen, das womöglich total aus der Reihe tanzt. Natur, damit meine ich Vögel am Himmel, etwas mikroskopisches oder einen Tiefseefisch. Einfach alles. Für Texturen nehme ich gern Pflanzen als Vorlage. Aber auch mikroskopische Landschaften, die man in Mikroben vorfindet und Sachgegenstände verwende ich. Ich habe meine Quellen überall", erzählte Westmore Scott Essman von "StarTrek.com"."Westmore erklärte, dass diese Arbeitsweise Vorteile hat, da die Natur bekannte Elemente bereithält, zu denen der Zuschauer eine vertraute Verbindung aufbauen kann.""Ich könnte als Vorlage zum Beispiel den Panzer einer Schildkröte, die Skelett-Struktur vom Rücken eines Alligators oder einige Beulen vom Kopf einer Heuschrecke nehmen"."Westmore arbeitete als Leiter der Make-up-Abteilung seit "Das nächste Jahrhundert" und setzte diese Arbeit auch in ihren vielen Ablegern, "Deep Space Nine", "Raumschiff Voyager" und auch "Enterprise", fort. In dieser Zeit wurde er mit vier "Emmy"-Awards ausgezeichnet und bekam etliche Nominierungen.
Wegen seiner Arbeit als Abteilungsleiter hat Westmore nur wenig Zeit, selbst Hand anzulegen. Die meiste Arbeit fällt auf sein Team ab.""Wenn jeder beschäftigt ist und wir eine Nase brauchen, dann setze ich mich hin und bastele eine. Aber ich habe keine Zeit, etwas größeres zu machen, wie zum Beispiel einen ganzen Kopf", sagte er."Doch letztlich liegt die gesamte Verantwortung doch bei ihm:""Wenn es ein Problem gibt, wenn irgendetwas nicht gut funktioniert oder sich als nicht gelungen herausstellt, bin ich die einzige Person, die dafür gerade stehen muss"."Das komplette Interview finden Sie unter diesem Link auf "StarTrek.com".
(sl); STVC-Meldung vom 22.05.2003; Quelle: TrekToday
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