Eine über 18.000 Lichtjahre entfernte Gaswolke gibt in der Himmelskonstellation, bekannt als das Sternbild "Sagittarius" (Schütze), Rätsel auf. Wissenschaftler entdeckten einen so genannten "Teilchenjet", welcher mit über eintausend Kilometer pro Sekunde entweicht.
Bisher gibt es noch keine anerkannte Theorie, wie es zu diesem Phänomen kommt. Eine Forschergruppe um Angels Riera von der Universidad Politechnica de Catalunya in Barcelona untersuchte den S-förmigen Nebel nun genauer. Sie machten die Entdeckung, dass es sich um zwei "Jets" handelt und diese von einer zentralen Quelle erzeugt werden. Ebenso wurde eine Rotation der Drehachse festgestellt.
Die Menge des ausgestoßenen Gases ist zudem ungleichmäßig. Während sie für Hunderte von Jahren konstant ist, treten plötzlich helle Knoten aus dem "Jet" hervor, es wurde also mehr Gas abgegeben. Die Forscher vermuten hier einen Zusammenhang mit den magnetischen Zyklen des Zentralgestirns des Nebels. Ebenso ergänzte Riera, dass ein bislang unsichtbarer Begleitstern den Ausstoß beeinflussen könne.
Jets, die auch in Quasaren, aktiven Galaxien und in der Nähe von Schwarzen Löchern auftreten, sind allgemein noch nicht gut verstanden. Insbesondere in planetaren Nebeln, den späteren Geburtsstätten von Planetensystemen, sind die "Düsen", aus denen die schnellen Teilchenstrahlen kommen, meist von Staub verborgen.

