Am kommenden Montag wird eine russische "Sojus"-Rakete die Sonde "Mars Express" ins Weltall befördern. Es handelt sich dabei um die erste Planetenmission der ESA, mit dem Ziel Wasser und Leben auf unserem Nachbarplaneten zu finden.
Bislang gelang es nicht, Wasserreservoirs direkt nachzuweisen, wenn gleich auch allgemein von solchen Vorkommen mittlerweile ausgegangen wird. Auch die Wissenschaftler der ESA nehmen an, dass sich der Rote Planet nicht immer in seinem heutigen lebensfeindlichen Gewand gezeigt hat.
Die Oberflächenstruktur ist geprägt durch das, was Forscher als ausgetrocknete Flussbetten identifiziert haben. Zwangsläufig müsste es dann auch Leben - in welcher Form auch immer - gegeben haben.
"Mars-Express" wird sich bei seiner Ankunft im späten Dezember zweiteilen. Während das Oberflächenmodul landen wird, soll das Mutterschiff in einer stationären Umlaufbahn mit einem Spezialradar unterirdische Wasservorkommen suchen.
Die Landung wird in der Nähe des marsianischen Äquators stattfinden, in einem Gebiet, von dem Wissenschaftler glauben, dass es einst komplett von Wasser bedeckt war. Spuren von Leben lassen sich lediglich unter der Oberfläche finden, und so wurde das Modul mit einem Bohrer ausgestattet, mit dem der Untergrund untersucht werden kann.
Entnommene Proben können gleich vor Ort, in dem eingebauten Miniaturlabor analysiert und Ergebnisse zur Erde gefunkt werden. Ebenso sucht man nach kohlenstoffhaltigen Mineralien und Methangas, welches Indikatoren für früher vorhandenes Leben darstellen.

