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Nächster Sondenstart zum Mars

Nach dem erfolgreichen Start der europäischen Raumsonde "Mars Express" will die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA eine Woche später nachziehen: Aus Florida soll der erste von zwei "Mars Rovern" zum roten Planeten starten, welcher mit deutschen Instrumenten ausgestattet ist.

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Mars Roboter

Die US-Raumfahrtbehörde NASA startet heute die erste von zwei Sonden zum Mars und wie beim europäischen "Mars Express" fliegen auch Instrumente von deutschen Wissenschaftlern mit. Die "Nasen" der beiden Mars Exploration Rover namens Alpha Particle X-Ray Spectrometer (APXS), die auf der Marsoberfläche Steine und Böden beschnüffeln, um ihre chemische Zusammensetzung zu bestimmen, stammen von der Abteilung Kosmochemie am Mainzer "Max-Planck-Institut" für Chemie.

Die Roboter sind mit einem beweglichen Arm, der als Gesteinsschleifer dient, ausgestattet und drei Wissenschaftlichen Instrumenten: eine amerikanische Mikroskop-Kamera für Oberflächenbilder, ein "Mössbauer- Spektrometer" für mineralogische Analysen der Johannes Gutenberg Universität in Mainz und das "APXS" aus dem "Marx-Planck-Institut" für Chemie. Den Beinamen "Schnüffler" erhielt das Gerät während der Mars Mission "Pathfinder" im Jahr 1997, als es vom Mini-Rover "Sojourner" auf verschiedenen Stellen der Oberfläche chemische Untersuchungen des Marsgesteins vornahm. Dieses Konzept eines mobilen Labors überzeugte die NASA, so das sie nun zwei große Rover, die mehr Instrumente tragen zum Mars schickt um Untersuchungen in bisher einmaliger Qualität vorzunehmen.

Dr. Rudolf Rieder und Dr. Ralf Gellert brachten das APXS für die Mars Exploration Rover-Mission auf den neuesten technischen Stand. Sie verbesserten dabei die Methode der Röntgenanalyse mit einem neuen Typ von Detektor, den das Halbleiterlabor der "Max-Planck-Gesellschaft" entwickelt hat. Diese Verbesserung führt dazu, dass die Forscher jetzt schon nach einer halben Stunde Messzeit sehr gute Röntgenspektren gewinnen - bei "Pathfinder" mussten sie mehrere Stunden warten. Laut Dr. Johannes Brückner verbessert das neue APXS die Marserkundung deutlich. Wann immer es während der Mission möglich ist, wird der Schnüffler kurz eingeschaltet, um zu überprüfen, ob sich unterwegs die chemische Zusammensetzung des Bodens oder der Steine verändert hat, sagt Brückner. Dies führe zu großer Flexibilität, da sich schnell entscheiden lasse, ob der Rover weiterfahren soll oder nicht. Ist die neue Stelle interessant, kann ein längeres Messprogramm mit allen Instrumenten durchgeführt werden.

Die beiden Rover werden im Januar 2004 auf dem Mars in der Nähe des Äquators landen, der eine in dem Krater "Gusev", der andere in "Terra Meridiani", einem Gebiet, wo das Eisen-Mineral Hematit vorkommt. Die beide Orte wurden ausgewählt, weil es dort vermutlich einmal Wasser gab. Die Sonden sollen zunächst nach der Landung die unmittelbare Umgebung untersuchen. Dann werden die Rover ihre Querfeldeinrallye beginnen. Auch wenn zwar Kameras entlang der Piste fehlen, sollen die Zuschauer auf der Erde aufregende Bilder von mehreren Bordkameras erhalten. Die jeweils nächste Etappe der Rallye wird erst am Tag zuvor festgelegt.

Aufgrund der dünnen Atmosphäre kann sich Wasser auf dem Mars nicht lange halten: Es verdunstet sehr schnell. Daher ist die Oberfläche des Roten Planeten heute auch knochentrocken. Es gibt jedoch viele Hinweise, dass vor vielen Millionen Jahren auf dem Mars Wasser geflossen ist. So zeigen Fotos aus der Umlaufbahn Strukturen wie den Krater "Gusev", die sich am ehesten durch eine nasse Vergangenheit des Mars erklären lassen. Wasser ist eine wichtige Voraussetzung für die Entstehung von Leben daher gilt der Suche nach Wasser das besondere Interesse der Wissenschaftler.


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