Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat den für letzten Sonntag geplanten Start einer "Delta II"-Trägerrakete erneut verschoben. An Bord dieser Trägerrakete soll das erste von zwei Erkundungsfahrzeugen der aktuellen Mars-Mission der NASA seine Reise zum Roten Planeten antreten.
Aufgrund von heftigen Stürmen über Florida, wurde der für Sonntag angesetzte Start der amerikanischen Mars-Mission vom Weltraumbahnhof in Cape Canaveral erneut verschoben. Mit Aussicht auf weitere Gewitter mussten die Bodenkontrolleure der Mission bis zum heutigen Dienstag warten, um den ersten von zwei "Mars Exploration Rovers" ins All zu schießen.
Der Rover "Spirit" wird die Erde auf einer "Delta II"-Trägerrakete montiert verlassen, sein Zwilling "Opportunity" wird ihm in wenigen Tagen folgen. Die amerikanische Mission startet somit in kurzem Abstand zur europäischen Expedition, mit dem Orbiter "Mars Express" und dem Lander "Beagle 2".
Die europäische Sonde, die momentan mehr als eine Million Kilometer von der Erde entfernt ist, verließ das russische "Kosmodrom" in Baikonur/Kasachstan vor etwa einer Woche, am 2. Juni kurz vor Mitternacht Ortszeit. Durch die günstige, wie auch seltene Planetenkonstellation zwischen Mars und Erde verkürzt sich die Dauer der Reise von Marssonden, die innerhalb der nächsten Monate starten, auf weniger als sieben Monate.
"Spirit" und "Opportunity" werden auf dem Mars dessen Geologie auf der Suche nach chemischen Spuren untersuchen, die bestätigen, dass auf der Planetenoberfläche vor langer Zeit Wasser existierte.
"Allerdings muss man anmerken, dass Mars-Missionen sehr viel riskanter sind als Missionen zu anderen Planeten. Historisch gesehen endeten zwei von drei Mars-Missionen in einem Fehlschlag. Wir haben alles getan, um sicherzustellen, dass unsere Rover die besten Erfolgschancen haben", so Weiler weiter.
Wenn alles gut geht, werden sich die beiden Rover auf den Weg zu ihren jeweiligen Bestimmungspunkten begeben, die früher einmal von Wasser überflutet gewesen sein sollen. Der in England konstruierte Lander "Beagle 2", Teil der "Mars Express"-Mission der europäischen Weltraumbehörde ESA, wird einige Tage vor den amerikanischen Rovern am Isidis Becken landen. Er ist nicht mobil und wird lediglich mit seinem Roboterarm Boden- und Gesteinsproben für weitere Untersuchungen sammeln.
Wie bei "Beagle 2" wird der Aufprall der Erkundungsfahrzeuge der NASA durch "Airbags", gasgefüllte Kissen, abgebremst werden. Die Landeplätze wurden mit Blick auf eine sichere Landung und interessante, wissenschaftliche Gegebenheiten ausgewählt. "Spirit" wird am "Gusev"-Krater landen, der höchstwahrscheinlich früher einmal ein Kratersee war. Die Strukturen des alten Flussbetts, durch welches das Wasser floss, sind noch immer sichtbar.
"Opportunity" hingegen wird bei "Meridiani Planum" landen, laut NASA Wissenschaftlern existiert dort eine hohe Konzentration an grauem Hämatit, ein Mineral, das gewöhnlich nur in einer feuchten Umgebung entsteht.
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