Herzlich Willkommen im STVC!

Community-Menü

Brücke Chat Forum TrekBay Wer ist online?


Newsinhalt

Nächster Shuttle-Start für April 2004 erwartet

Wie die NASA mitteilte, soll der ursprünglich für Dezember vorgesehene Start der Raumfähre "Atlantis" verschoben werden. Der Start soll nun höchstwahrscheinlich in den ersten drei Monaten nächsten Jahres stattfinden.

Titelgrafik zur News
Shuttlestart

Ein Sprecher der amerikanischen Weltraumbehörde NASA (National Aeronautic and Space Administration) sagte bereits am Mittwoch in Cape Canaveral, Florida, der Nachrichtenagentur "Reuters", dass der nächste Start eines Space Shuttles wahrscheinlich für die ersten drei Monate in 2004 vorgesehen ist. Die Bekanntgabe eines genauen Starttermins wird innerhalb der nächsten sechs Wochen erwartet.

Dieses Szenario würde eine einjährige Pause für das amerikanische Shuttle-Programm nach dem "Columbia"-Unglück am 1. Februar diesen Jahres bedeuten. Nach dem Unfall der "Challenger" 1986 wurde das Programm für nahezu drei Jahre ausgesetzt, um die Raumfähren sicherer zu machen. Damals explodierte die "Challenger" aufgrund eines Fehlers an den Antriebsraketen kurz nach dem Start. Dabei starben alle sieben Astronauten.

Michael Kostelnik, stellvertretender Chef des Shuttle-Programms, sowie des ISS-Programms (International Space Station) sagte den Reportern, dass die Raumfähre "Atlantis" für einen Start im ersten Quartal 2004 einsatzbereit sein wird.

Ursprünglich war der Flug von "Atlantis" zur Internationalen Raumstation ISS für Dezember geplant. Die vor kurzem getroffene Entscheidung, kommende Shuttle-Starts nur noch bei Tageslicht vorzunehmen, reduzierte jedoch die Anzahl der möglichen Starttermine im Dezember auf lediglich zwei.

"Zu diesem Zeitpunkt können im Grunde genommen alle technischen Arbeiten mit Zielvorgabe des Dezemberzeitrahmens durchgeführt werden", sagte Kostelnik im Kennedy Space Center. "Allerdings", so schränkte er ein, "gibt es nur bestimmte Fenster, für einen Start bei Tageslicht. Der Start muss innerhalb eines engen Zeitrahmens stattfinden, um sicherzustellen, dass sich das Shuttle auf einem Rendezvous-Kurs mit der Station befindet".

Neben dem Problem von verfügbaren Starttagen hat die NASA noch andere Sorgen. Während sich die Raumfähre in der Erdumlaufbahn befindet, sollen verschiedene Sicherheitschecks von den Astronauten durchgeführt werden. Ein Hauptteil dieser Untersuchungen wird das Überprüfen der Shuttle-Außenhaut auf mögliche Beschädigungen sein, die eventuell während des Liftoffs verursacht wurden. Eine solche Vorgehensweise würde beinhalten, dass sich die Astronauten, die für diesen Flug vorgesehen sind, einem speziellen Training unterziehen, um mögliche Schäden nicht nur zu erkennen, sondern auch reparieren zu können, während sich das Shuttle im Orbit befindet.

Die linke Tragfläche der "Columbia" wurde 81 Sekunden nach dem Start am 16. Januar von einem Teil der Isolierung der Treibstofftanks getroffen. Die NASA ließ damals einige Gelegenheiten, das Shuttle während seines Fluges auf Beschädigungen zu untersuchen, ungenutzt. Dies wird in Zukunft anders sein. Dennoch hätten die sieben Astronauten an Bord keine Möglichkeit gehabt, den Schaden zu beheben, selbst wenn sie davon gewusst hätten.

Beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre brach die "Columbia" auseinander, die gesamte Besatzung kam dabei ums Leben. Eine unabhängige Untersuchungskommission ist momentan mit der Aufklärung des Vorfalls betraut. Die Veröffentlichung des Abschlussberichts wird im Juli erwartet.

Der Originalartikel kann http://edition.cnn.com/2003/TECH/space/06/19/sprj.colu.shuttle.launch.reut/index.html auf den Seiten von "CNN.com" nachgelesen werden.


Newsarchiv

Grafik: Abschnitt: Newsarchiv





Copyright