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Pentaquark entdeckt

Physiker konnten mit einer Reihe von Experimenten die Existenz einer neuen Klasse von subatomaren Teilchen nachweisen. Diese neue Art könnte Aufschluss über den grundlegenden Aufbau von Materie geben.

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Japanisches Experiment

Die Entdeckung betrifft Quarks Teilchen, die aus Protonen und Neutronen bestehen, die normalerweise im Kern von Atomen gefunden werden.

Das neue Teilchen ist das sogenannte Pentaquark - ein Gebilde, bestehend aus fünf Quarks. Bisher waren den Wissenschaftlern lediglich Kombinationen bekannt, die aus zwei bzw. drei Quarks bestehen.

Ihren Aussagen zufolge sollte die Entdeckung dieses Teilchens weitreichende Konsequenzen für unser Verständnis vom Aufbau von Materie haben.

Bis vor kurzem gab es keinen sicheren Beweis für die Existenz von Pentaquarks, obwohl die Wissenschaft schon über 30 Jahre nach diesen Objekten sucht.

In 2002 wurde der erste, vorläufige Beweis dafür, dass Pentaquarks existieren auf einer internationalen, wissenschaftlichen Konferenz in Japan vorgebracht. Anfang des Jahres wurde ein Bericht über diese Arbeit dem "Physical Review Letters Journal" zur Publikation eingereicht.

Aus dem Bericht geht hervor, dass Pentaquarks durch das Beschießen von Kohlenstoff-Atomen mit Röntgenstrahlen erschaffen wurden. Geleitet wurde dieses Experiment von Takashi Nakano von der Universität in Osaka.

Weitere Beweise für Pentaquarks wurden kürzlich von anderen Experimenten erbracht; den vielleicht stärksten Beweis lieferte das "Jefferson Lab" in Virginia.

Ken Hicks, Physiker der Universität in Ohio, der am japanischen Experiment sowie auch an der bestätigenden Arbeit des "Jefferson Lab" teilnahm, sagte, dass er zwei Monate brauchte, um sich selbst davon zu überzeugen, dass das Pentaquark real war.

Mehr als 99,9% der Masse eines jeden Objekts enthält Atomkerne. Das bedeutet, dass der größte Teil der Masse unseres Körpers aus subatomaren Teilchen besteht, die wiederum aus Quarks bestehen.

Es sind Hunderte von subatomaren Teilchen bekannt, die meisten davon sind aus einfacheren Teilchen zusammengesetzt. Sie alle lassen sich in zwei Kategorien einteilen: den Baryonen und den Mesonen.

Baryonen bestehen aus drei Quarks, währenddessen Mesonen zwei Quarks beinhalten, ein Quark und ein Antiquark.

Für lange Zeit standen Wissenschaftler vor dem Rätsel, warum lediglich diese beiden Kombinationen von Quarks existierten. Manche sagten voraus, dass es auch noch andere Kombinationen geben müsse, wie das Pentaquark, das aus fünf Quarks, inklusive einem Antiquark besteht.

Die Entdeckung des Pentaquark, auch bekannt als ein neuer, exotischer Zustand des Baryons, sollte weitreichende Konsequenzen für die Theorie über die Wechselwirkung von Teilchen haben, die versucht, die Struktur von Materie zu erklären.


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