Schon seit Jahren versuchen Astronomen auf der ganzen Welt herauszufinden, was hinter einer strahlenden Molekülwolke in der Milchstraße steckt. Nun konnte das Geheimnis mit Hilfe von Infrarotbildern gelüftet werden.
In der Region, die den Namen W49A trägt, fand man nun Jungsonnen. Das Gebiet hatte die Astronomen aufgrund seiner Strahlung schon lange interessiert. Man konnte bis jetzt jedoch nichts über die Herkunft der Strahlung herausfinden.
Problematisch war dabei vor allem, dass man mit normalen Teleskopen nicht bis zur Strahlungsquelle vordringen konnte, da das sichtbare Licht sich im Staub verlor. Die einzige Lösung bot da die Infrarotstrahlung. Mithilfe einer Infrarotkamera gelang es nun auch endlich in das Zentrum von W49A zu blicken.
Im Zentrum fand man nun hunderte schwergewichtige Sterne. Etwa 30 von ihnen finden sich in der Zentralregion von W49A wieder, wo sie das Wasserstoffgewaber in einem Umkreis von 20 Lichtjahren zum Leuchten anregen. Diese Riesensonnen sind, nach astronomischen Maßstäben, noch sehr jung und haben ihren staubigen Kokon noch nicht zerstrahlen können.
Neben der Hauptgruppe im Zentrum von W49A konnten die Astronomen noch weitere junge Sternhaufen nachweisen. Diese insgesamt 4 Sternhaufen können nun endlich erklären, warum W49A soviel Energie abstrahlt.
(aw, STVC-Meldung vom 24.07.2003, Quelle: Spiegel Online)

