Am 12. August ist der "SCISAT-1"-Satellit, ein Projekt der "Canadian Space Agency", erfolgreich gestartet. Durch seine Messergebnisse erhoffen sich Wissenschaftler neue Erkenntnisse über die Entstehung von Löchern in der Ozonschicht.
Wie geplant ist um 20.10 Uhr Ortszeit der L-1011-Jet von der "Vandenberg Air Force Base" gestartet und schickte die 21,6 Millionen Dollar teure "Pegasus XL"-Rakete auf den Weg, die wiederum den "SCISAT-1"-Satellit beförderte.
Das 40-Millionen-Dollar-Projekt "Scientific Satellite Atmospheric Chemistry Experiment" beschäftigt sich, wie der Name schon sagt, mit den chemischen Prozessen, die in der Erdatmosphäre ablaufen. Von besonderem Interesse ist hierbei die Ozonschicht.
Ozon, wie es in der Atmosphäre vorkommt, ist ein farbloses Gas. Es besteht aus drei aneinadergebundenen Sauerstoffatomen, kann jedoch leicht zerfallen und bildet dann molekularen Sauerstoff.
Die Ozonschicht wirkt wie ein Filter, der uns vor großen Anteilen der "harten" solaren Strahlung im ultravioletten Bereich schützt. UV-Licht ist für Sonnenbräune verantwortlich, aber auch für Sonnenbrand und es fördert bestimmte Arten von Hautkrebs.
Seit den 70er Jahren wurde ein Rückgang der Ozonkonzentration in der Atmosphäre bemerkt. Dafür werden hauptsächlich Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) verantwortlich gemacht, die früher häufig bei Kühlanlagen, oder als Treib-, Schäum- oder Lösemittel eingesetzt wurden. Heutzutage wird versucht, den FCKW-Ausstoß weiter zu verringern.
Wenn FCKW zerfallen, lösen die Chlorreste eine Art Kettenreaktion in der Atmosphäre aus, bei der das Ozon in gewöhnlichen Sauerstoff zerfällt und keinen ausreichenden Schutz mehr vor der Strahlung bietet.
Missionswissenschaftlicher Peter Bernath meinte, dass angenommen wird, dass sich der Zustand der Ozonschicht bis 2050 normalisiert haben wird:
Im Gegensatz zu anderen Atmosphärensatelliten, die nach unten gerichtet beobachten, untersucht SCISAT-1 das helle Licht der Sonnenauf- und Untergänge.
Es ist SCISAT möglich, mehr als 30 Gase gleichzeitig zu ausfindig zu machen. Auch kann er die sogenannten Treibhausgase messen, im Besonderen die Gase, die zur Klimaänderung beitragen.
Das Raumschiff ist konstruiert, seine Grenzen in zwei Jahren zu erreichen, aber es kann auch entschieden werden, die Mission zu verlängern, meinte Roger Colley, ein Beamter der "Canadian Space Agency". Die "NASA" hat das Gefährt ins All befördert und wird Zugang zu den gesammelten Daten bekommen.

