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Der Mars, Teil 3

Alles im Universum ist ständigen Veränderungen unterworfen, alles beginnt irgendwo und endet irgendwann einmal. Bei relativ kurzen Zeitspannen, wie beispielsweise einem Menschenleben, ist dies offensichtlicher als bei der Vergänglichkeit in kosmischen Maßstäben. Dieser Teil der Marsreihe widmet sich der Vergangenheit des Roten Planeten und wagt einen Ausblick auf seine mögliche Zukunft.

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Rotierende, sich verdichtende Gaswolke

Vor ungefähr 4,6 Milliarden Jahren existierte hier - wo heute unsere Sonne strahlt und die Planeten kreisen, manche mit Monden und Ringen, wo Gesteinsbrocken noch aus der Zeit seiner Entstehung und Kometen aus Eis und Staub durch das Sonnensystem ziehen - nur ein Sternennebel, eine Gaswolke, in der sich bereits Staub und Eis befand. Unter der Wirkung ihrer Schwerkraft verdichtete sich die Wolke und kollabierte schließlich.

Wenn Gas auf einen kleineren Raum komprimiert wird, bewegen sich die Gasteilchen heftiger; das bedeutet, es kommt zu einem Temperaturanstieg. In diesem Fall erreichte die Temperatur der Gaswolke am Ende der Kompression 2000 3000 Kelvin, d.h. sie stieg um das Tausendfache an, was zur Folge hatte, dass beinahe alle Bestandteile verdampften. Die verbleibenden festen Teile konzentrierten sich in einer Ebene um den Wolkenschwerpunkt, in dem später aufgrund von thermonuklearen Prozessen unsere Sonne geboren wurde.

Man kann sich vorstellen, in welcher Bewegung sich dieses bizarre Gebilde befunden haben muss, und dass es dabei immer wieder zu Zusammenstößen zwischen den Partikeln kam, die sich allmählich verklumpten, und sich immer mehr Masse an einigen Stellen ansammelte. Auf diese Weise entstanden die sogenannten Protoplaneten, die noch an Masse zunahmen, als verschiedene Substanzen bei der Abkühlung der Restwolke von ihrem gasförmigen Zustand in ihren flüssigen bzw. festen übergingen und sich an den Himmelskörpern anlagerten.

Andere, kleinere Körper wurden von der Schwerkraft der größeren angezogen und in sie aufgenommen. So bildeten sich in einer Zeitspanne von 10.000.000 Jahren die Planeten, wie wir sie heute kennen welche so einiges Gewicht auf die Wage bringen; der Mars zum Beispiel wiegt 6,2x10^20 Tonnen und ist noch eines der Leichtgewichte unter den Planeten unseres Sonnensystems.

Nachdem bereits in newsanzeigen.stvc?id=1062282537 dieser Reihe Probleme angesprochen wurden, die einer Besiedlung des Mars im Wege stehen, soll nun auf die Lösung selbiger eingegangen werden. Das Zauberwort ist Terraforming. Hinter diesem Begriff steckt nichts Anderes als die Absicht, auf einem Planeten Bedingungen wie auf unserer irdischen Heimat zu schaffen. Dazu wurden diverse theoretische Methoden entwickelt.

Die größten Probleme sind die Oberflächentemperatur und die Atmosphäre des Planeten. Der Mars ist durchschnittlich viel zu kalt, um überhaupt flüssiges Wasser an seiner Oberfläche zu besitzen und selbst wenn es welches gäbe, wäre seine Atmosphäre zu dünn, um es halten zu können. So hat man sich überlegt, zunächst die Marsatmosphäre seinen Vorstellungen anzupassen.

Der Grundgedanke ist, einen Treibhauseffekt auf dem Mars zu erzeugen, um dem Planeten (schrittweise) zu einem gemäßigten Klima zu verhelfen. Es bestände die Möglichkeit, die Atmosphäre mit Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) und anderen Treibhausgasen anzureichern, sodass die wenige Sonnenstrahlung, die den Planeten erreicht, nicht so leicht von ihm ins All zurückgestrahlt werden kann, woraufhin durch die verbliebene Energie die Luft erwärmt würde. Eine Auswirkung dieser Anreicherung wäre die gleichzeitige Verdichtung der Atmosphäre, und somit die Erhöhung des Luftdrucks.

Auch wenn es unter Umständen theoretisch möglich wäre, den Mars zu einer zweiten Erde umzuformen, indem man zunächst beginnt, geeignete Lebensbedingungen für Pflanzen zu schaffen, die dann dem Menschen das Leben auf dem fremden Planeten zu ermöglichen (zum Beispiel, indem sie die Atmosphäre mit lebensnotwendigem Sauerstoff anreichern), wäre der Aufwand gigantisch. Nach dem Sinn eines solchen Unternehmens soll hier nicht gefragt werden.

Das Thema Terraforming wird sehr ausführlich in der unten angegebenen Quelle behandelt.

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- newsanzeigen.stvc?id=1062282537
- newsanzeigen.stvc?id=1061849394


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