Die Suche nach außerirdischen Lebensformen soll in die nächste Runde gehen: Nun wird in Erwägung gezogen, außerhalb unseres Sonnensystems auf Mars- oder Jupiter-ähnlichen Planeten danach zu suchen - unter deren extremen Bedingungen Leben durchaus möglich ist, meinte ein britischer Astrophysiker.
Professor Tim Naylor von der "Exeter University" meinte, dass Planeten, die nicht unserer Heimat ähneln, nicht vernachlässigt werden sollten. Er fordert die Biologen auf, neue Parameter für außerirdisches Leben aufzustellen, basierend auf dem Wissen über die widerstandsfähigsten Organismen auf der Erde.
Wie zum Beispiel diese Mikroben, die sich in kochend heißen Quellen oder Vulkanschloten erfolgreich behaupten, wo die Grenzen für die Bedingungen, die Leben unterstützen, ausgereizt werden. Professor Naylor zufolge steigere es die Chancen, Leben außerhalb der Erde in anderen Sonnensystemen zu finden.
Diese Woche treffen sich internationale Experten an der "Exeter University" im Süd-Westen Englands, um zu diskutieren, welche Bedingungen für das Entstehen von Leben auf anderen Welten wirklich notwendig sind. Dies könnte die Suche nach Leben auf der wachsenden Liste der sogenannten "extrasolaren" Planeten erweitern.
Viele der über 100 Planeten sind riesige gasförmige Objekte, die ihre Sterne in engen Bahnen umkreisen und bisher bei der Suche nach Leben ignoriert wurden, weil man annahm, sie wären für Lebensformen ungünstig oder ungeeignet.
Verschiedene Weltraumteleskop-Missionen werden von NASA und ESA vorbereitet, um nach Planeten zu suchen, die fremde Sterne umkreisen. Das womöglich ehrgeizigste dieser Projekte ist "Darwin" der "European Space Agency".
Eine "Flotte" aus sechs Teleskopen soll 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt stationiert werden und dort mit Hilfe des Prinzips der Interferometrie nach anderen Welten suchen, auf denen Leben möglich sein könnte.
Wenn zwischen so vielen Sternen auszuwählen ist, sind die offensichtlichsten Objekte nahe Sterne und erdähnliche Planeten. Jedoch sind nicht alle Wissenschaftler damit einverstanden.
Der britische Planeten-Jäger Dr. Hugh Jones von der "Liverpool John Moores University" sagte, wir müssten eine bessere Vorstellung davon bekommen, welche Vorraussetzungen für Leben in einer anderen Umwelt notwendig sind, bevor solch kostspielige Projekte wie "Darwin" in Angriff genommen werden:

