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US-Quoten von "Enterprise" stabilisieren sich

Endlich konnte dem Quoten-Tiefflug von "Star Trek: Enterprise" ein Ende gesetzt werden. Mit "Extinction" scheint die Serie wieder auf dem richtigen Kurs zu sein. Denn nicht umsonst konnte die Serie ihre US-Quoten gegenüber der Vorwoche und der Premiere ausbauen. Lesen Sie einen ausführlichen US-Quotenbericht.

Hinweis

Bisher gingen wir in unseren Quotenbesprechungen stets von Overnight-Ratings aus. Dies ändert sich nun mit dieser Quotenbesprechung. Denn nun sprechen wir von Fast-National-Ratings. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie Auswertungen von Daten sind, die aus 5.000 Haushalten, verteilt über alle 210 US-TV-Märkte (Overnight-Ratings decken nur 55 TV-Märkte ab), stammen (Mehr dazu in der rechten Infobox). Die Overnight-Ratings sind Vorabquoten, da sie nur die 55 wichtigsten TV-Märkte berücksichtigen und daher nur als Indiz für die finale Quote gewertet werden können - nicht mehr und nicht weniger. Dabei werden die Zahlen in Haushaltspunkten/Marktanteil angegeben, was nichts anderes bedeutet als die Prozentzahl aller US-TV-Haushalte.

Ein Overnight-Rating von 4,4 Punkten entspricht also 4,4% der gesamten US-TV-Haushalte. Der Marktanteil gibt an, wieviel Prozent von den gesamten Zuschauern, die zur Sendezeit den Fernseher eingeschaltet hatten, "Enterprise" sahen. 7% bedeutet also, dass 7% aller zur Sendezeit aktiven Zuschauer "Enterprise" eingeschaltet hatten, der Rest bevorzugte andere Sender.

Die finalen Einschaltquoten, sogenannte National-Ratings, berücksichtigen alle TV-Märkte in den USA. Die Zahl wird in Haushaltspunkten angegeben, was nichts anderes bedeutet als die Prozentzahl aller US-TV-Haushalte. Bei einer finalen Einschaltquote von 2,6 Punkten sahen also rund 2,6% der US-TV-Haushalte "Enterprise". Der Marktanteil gibt an, wieviel Prozent von den gesamten Zuschauern, die zur Sendezeit den Fernseher eingeschaltet hatten, "Enterprise" sahen. 5% bedeutet also, dass 5% aller zur Sendezeit aktiven Zuschauer "Enterprise" eingeschaltet hatten, der Rest bevorzugte andere Sender. Die Zuschauerzahl in Millionen gibt schließlich an, wieviele Zuschauer (nicht Haushalte) tatsächlich eingeschaltet haben.
Somit haben sowohl Overnight- als auch Fast-National-Ratings eins gemeinsam: Sie sind nur Vorabquoten und können von den endgültigen Quoten, den sogenannten Final- oder National-Ratings abweichen, die immer etwas später erscheinen und alle Haushalte und TV-Märkte berücksichtigen.

Die Fast-National-Ratings sind aber viel genauer als die Overnight-Ratings (die wir stets in Klammern mitangeben) und entsprechen viel eher den National-Ratings, da sie - wie der Name bereits sagt - national und nicht auf die 55 größten TV-Märkte in den USA beschränkt sind, wie es bei den Overnight-Ratings der Fall ist.

Noch in der letzten US-TV-Saison gab es keine Fast-National-Ratings-Aufzeichnungen für die Sender UPN und WB. Da "Star Trek: Enterprise" aber auf UPN läuft, blieb uns nichts anderes übrig, als in den US-Quotenbesprechungen nur die Overnight-Ratings zu berücksichtigen.

Die Zahlen

"Extinction" erlangte ein Fast-National-Rating von 2,5 bei 4% Marktanteil (Overnight: 4,4 bei 7% Marktanteil). Damit landete der UPN-Sender auf einem fünften und vorletzten Platz im 20-Uhr-Sendeblock am Mittwoch-Abend.

Mit Platz 6 musste der WB-Sender mit seiner Sendung "Hilary Duff's Island Birthday Bash" Vorlieb nehmen.

Platz 4 ging an die erste Stunde des "Performing As"-Finals auf dem Sender FOX.

Dritter wurde der Sender CBS, der mit seiner Sendung "60 Minutes II" ein Fast-National-Rating von 7,1 bei 12% Marktanteil verbuchen konnte.

Zweiter wurde NBC mit der Staffelpremiere von "Ed" und einem Fast-National-Rating von 7,4 bei 12% Marktanteil.

Die einstündige Staffelpremiere der Serie "My Wife And Kids" verbuchte für den Sender ABC ein Fast-National-Rating von 8,6 bei 14% Marktanteil und wurde Sieger im 20-Uhr-Sendeblock.

"Anomaly", Analyse und Vergleich

Das Final-Rating (die endgültige US-Quote) der vergangenen "Anomaly"-Episode betrug 2,6 bei 5% Marktanteil. Das Overnight-Rating dieser Episode betrug nur 4,2 bei 7% Marktanteil. Das bedeutet, dass "Extinction" zwar im Overnight-Sektor 0,2 Punkte wieder wett machen konnte, aber das Fast-National-Rating deutet auf einen leichten Rückgang von 0,1 Punkten bei der finalen Quote hin. Dies ist jedoch nicht weiter tragisch, wenn man sich die weiteren Fast-National-Ratings in der werberelevanten Zuschauergruppe der 18-49-jährigen Erwachsenen von "Extinction" anschaut:

20:00 Uhr: 1,9
20:30 Uhr: 1,9

Dies deutet auf eine weitere Steigerung in dieser Zuschauergruppe hin, nachdem "Anomaly" (1,8) sich hierbei bereits um rund 20% gegenüber "The Xindi" steigern konnte.

Insgesamt kann man also sagen, dass die US-Quoten von "Star Trek: Enterprise" stabil geblieben sind, was erfreulich für die Serie ist, nachdem es anfangs alles nach einem heftigen Absturz aussah. Besonders erfreulich ist das Ergebnis, weil "Star Trek: Enterprise" sich einer großen Konkurrenz stellen musste, die aus vielen Staffelpremieren bestand.

Insgesamt deutet alles auf eine Stabilisierung, wenn nicht gar Steigerung hin. Interessant werden daher die US-Quoten der nächstwöchigen Episode "Raijin" sein.

Vergleich der dritten Episoden einer "Star Trek"-Staffel seit 1999 (Overnight-Ratings):

2003: Extinction - 4,4 ("Star Trek: Enterprise")
2002: "Das Minenfeld" - 5,2 ("Star Trek: Enterprise")
2001: "Geistergeschichten" - 6,8 ("Star Trek: Enterprise")
2000: "Das Rennen" - 4,9 ("Raumschiff Voyager")
1999: "Die Barke der Toten" - 4,7 ("Raumschiff Voyager")

Kommentar

Endlich eine Woche ohne schlechte Nachrichten bezüglich der US-Quoten von "Star Trek: Enterprise". Die US-Quoten scheinen sich zu stabilisieren, vor allem sind diese beeindruckend, wenn man sich die Steigerung von "Anomaly" gegenüber "The Xindi" anschaut: rund 20% in der Zielgruppe. Auch wenn man sich die starke Konkurrenz anschaut, kann man zu der Quoten-Leistung der Serie diese Woche nur gratulieren.

Dass "Extinction" auf dem besten Wege ist, "Anomaly" zu übertreffen, zeigt zumindest, dass die US-Quoten nicht mehr weitersinken und das hat die Serie bitter nötig.

Mit "Extinction" finden sich endlich wieder die magischen Wörter "Star Trek" im Titel wieder. Die Produzenten scheinen sich einem der Hauptkritikpunkte (natürlich ausführlichst erläutert in unserer sehr populären Kolumne "Enterprise - die Vergewaltigung von Star Trek") angenommen zu haben und wollen in "Enterprise" womöglich wieder etwas "Star Trek"-Elemente einfließen lassen - nur gut so, wenn "Enterprise" nicht in der Durchschnittlichkeit versinken will.

Trotz dieser guten Nachricht lässt sich die Realität schwer leugnen: Die US-Quoten von "Star Trek: Enterprise" sind nachwievor niedriger als bei allen anderen "Star Trek"-Serien zuvor. Eine finale US-Quote von weniger als 3 Punkten bei einer so teuren und aufwändigen Serie ist für den angeschlagenen US-Sender UPN kaum profitabel. Die US-Quoten sollten also schleunigst ansteigen, denn so wie sie im Moment sind, rechtfertigen sie noch keine vierte Staffel.

Es wird sich in den nächsten Episoden zeigen, wie der Richtungswechsel der Serie bei den Zuschauern ankommen wird. Aber eins steht fest: Mit der Änderung des Titels in "Star Trek: Enterprise" hat die Serie etwas an Würde zurückgewonnen. Nun wird sich zeigen, ob die Serie den Titel "Star Trek" auch wirklich verdient hat.

Bitte bedenken Sie, dass die Overnight-Ratings und Fast-National-Ratings nur Vorabquoten sind. Die endgültigen US-Quoten - die sogenannten National-Ratings - können anders aussehen. Sobald die National-Ratings zu "Extinction" abrufbar sind, werden wir Sie darüber informieren.

Alle Zahlen stammen von "Zap2it.com"

(sl); STVC-Meldung vom 25.09.2003; Quelle: [1008 Aufrufe; 0 Kommentare]

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