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US-Quoten von "Enterprise" auch in der 5. Woche stabil

Die US-Quoten von "Enterprise" sind zur Zeit wie ein Fels in der Brandung. Trotz übermächtiger Konkurrenz kann "Enterprise" ihre kleine Zuschauerschaft halten und verbuchte die fünfte stabile US-Quote in Folge. Doch sind die US-Quoten weiterhin eher schmächtig und es bedarf weiterhin starker "Impulse". Lesen Sie eine ausführliche US-Quotenbesprechung.

Hinweis

Bisher gingen wir in unseren Quotenbesprechungen stets von Overnight-Ratings aus. Dies änderte sich mit der letzten Quotenbesprechung. Denn nun sprechen wir von Fast-National-Ratings. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie Auswertungen von Daten sind, die aus 5.000 Haushalten, verteilt über alle 210 US-TV-Märkte (Overnight-Ratings decken nur 55 TV-Märkte ab), stammen (Mehr dazu in der rechten Infobox).

Die Zahlen Die Overnight-Ratings sind Vorabquoten, da sie nur die 55 wichtigsten TV-Märkte berücksichtigen und daher nur als Indiz für die finale Quote gewertet werden können - nicht mehr und nicht weniger. Dabei werden die Zahlen in Haushaltspunkten/Marktanteil angegeben, was nichts anderes bedeutet als die Prozentzahl aller US-TV-Haushalte.

Ein Overnight-Rating von 3,9 Punkten entspricht also 3,9% der gesamten US-TV-Haushalte. Der Marktanteil gibt an, wieviel Prozent von den gesamten Zuschauern, die zur Sendezeit den Fernseher eingeschaltet hatten, "Enterprise" sahen. 6% bedeutet also, dass 6% aller zur Sendezeit aktiven Zuschauer "Enterprise" eingeschaltet hatten, der Rest bevorzugte andere Sender.

Die finalen Einschaltquoten, sogenannte National-Ratings, berücksichtigen alle TV-Märkte in den USA. Die Zahl wird in Haushaltspunkten angegeben, was nichts anderes bedeutet als die Prozentzahl aller US-TV-Haushalte. Bei einer finalen Einschaltquote von 2,7 Punkten sahen also rund 2,7% der US-TV-Haushalte "Enterprise". Der Marktanteil gibt an, wieviel Prozent von den gesamten Zuschauern, die zur Sendezeit den Fernseher eingeschaltet hatten, "Enterprise" sahen. 5% bedeutet also, dass 5% aller zur Sendezeit aktiven Zuschauer "Enterprise" eingeschaltet hatten, der Rest bevorzugte andere Sender. Die Zuschauerzahl in Millionen gibt schließlich an, wieviele Zuschauer (nicht Haushalte) tatsächlich eingeschaltet haben.
"Enterprise" erlangte am Mittwoch-Abend mit der Episode "Impulse" ein Fast-National-Rating von 2,7 bei 5% Marktanteil. Damit landete die Serie samt Sender UPN auf dem sechsten und letzten Platz im 20-Uhr-Sendeblock.

Fünfter wurde der Sender WB mit "Smallville" und einem sehr guten Fast-National-Rating von 4,2 bei 7% Marktanteil. Damit gewann "Smallville" ein weiteres Mal deutlich gegen "Enterprise".

Mit dem vierten Platz musste sich NBC mit seiner Serie "Ed" und einem Fast-National-Rating von 5,6 bei 9% Marktanteil begnügen.

Bronze holte der Sender CBS mit "60 Minutes II".

Silber ging an den Sender ABC und seinen beiden Serien "My Wife and Kids" (7,4 bei 12% Marktanteil) und "It's All Relative" (6,9 bei 11% Marktanteil).

Sieger im 20-Uhr-Sendeblock wurde FOX mit einer Baseball-Übertragung und einem Fast-National-Rating von 9,0 bei 15% Marktanteil.

Im Overnight-Sektor erlangte "Enterprise" ein 3,9 bei 6% Marktanteil - und sank um 0,1 Punkte gegenüber Vorwoche.

Analyse, "Rajiin" und Vergleich

Es geht bergab in den Overnight-Ratings von "Enterprise" - doch diese - so haben wir bereits in den US-Quotenbesprechungen zuvor erwähnt, sind nie so exakt wie die Fast-National-Ratings. Und diese zeigen eindeutig: "Enterprise" hält ihre US-Quoten, trotz "Smallville" und trotz Baseball.

Und Trotz niedriger Overnight-Ratings letzte Woche bei der Folge "Rajiin" erlangte diese die höchsten finalen US-Quoten der dritten Staffel: 2,7 bei 4% Marktanteil. Die Fast-National-Ratings von "Rajiin" entsprachen denen von "Impulse" diese Woche, weshalb man also davon ausgehen kann, dass "Impulse" eine ähnliche finale US-Quote wie "Rajiin" erzielen sollte und ihre US-Quoten somit halten kann.

Auch in der werberelanvanten Zuschauergruppe sieht es diese Woche gut aus: ein Fast-National-Rating von 1,9 - 0,1 Punkte weniger als letzte Woche, aber immerhin.

Verglichen mit Vorjahr muss man aber festhalten, dass "Enterprise" einmal mehr erheblich an Zuschauerschaft verloren hat. So erlangte "Tödliche Station" am 9. Oktober 2002 ein Overnight-Rating von 5,4 bei 8% Marktanteil - verglichen mit dem Overnight-Rating von 3,9 bei 6% Marktanteil von "Impulse" bedeutet dies ein herber Verlust von rund 28%.

Weiterhin weniger erfreulich ist auch die Tatsache, dass "Enterprise" in der ersten Woche der neuen TV-Saison (22.09. - 28.09.2003) von den erfolgreichsten Serien des US-Senders UPN nur Platz 7 von 11 belegen konnte:

1. "Girlfriends"
5,0 Millionen, Final-Rating 3,3 bei 5% Marktanteil

2. "Eve"
4,9 Millionen, Final-Rating 3,2 bei 5% Marktanteil

3. "Half & Half"
4,8 Millionen, Final-Rating 3,3 bei 5% Marktanteil

4. "WWE Smackdown"
4,6 Millionen, Final-Rating 3,1 bei 5% Marktanteil

5. "All Of Us"
4,4 Millionen, Final-Rating 3,0 bei 5% Marktanteil

6. "The Parkers"
4,1 Millionen, Final-Rating 2,7 bei 4% Marktanteil

7. "Enterprise"
4,0 Millionen, Final-Rating 2,6 bei 4% Marktanteil


8. "One On One"
3,3 Millionen, Final-Rating 2,3 bei 4% Marktanteil

9. "Jake 2.0"
2,7 Millionen, Final-Rating 1,9 bei 3% Marktanteil

10. "Rock Me Baby"
2,5 Millionen, Final-Rating 1,8 bei 3% Marktanteil

11. "Mullets"
2,0 Millionen, Final-Rating: 1,3 bei 2% Marktanteil

"Enterprise" ist die mit Abstand teuerste Serie des Senders - es ist fraglich, ob ein siebenter Platz ausreicht, um eine vierte Staffel genehmigt zu bekommen, denn darauf läuft schließlich alles hinaus.

Vergleich der fünften Episoden einer "Star Trek"-Staffel seit 1999 (Overnight-Ratings):

2003: "Impulse" - 3,9 ("Star Trek: Enterprise")
2002: "Eine Nacht Krankenstation" - 5,1 ("Star Trek: Enterprise")
2001: "Terra Nova" - 6,4 ("Star Trek: Enterprise")
2000: "Kritische Versorgung" - 4,3 ("Raumschiff Voyager")
1999: "Alice" - 4,7 ("Raumschiff Voyager")

Kommentar

Es ist sehr erfreulich, dass trotz starker Konkurrenz "Enterprise" ihre US-Quoten halten kann - doch reicht das aus? Wie man oben in der Liste sehen kann, ist UPNs teuerste Serie gerademal auf Platz sieben der erfolgreichsten 11 Programme des angeschlagenen US-Senders. Wenn "Enterprise" also nicht ihre Quoten steigert, wird es sehr düster um eine vierte Staffel stehen.

Vor allem merkt man den Quoten an, dass wenig Freiraum mehr existiert. Die Luft ist dünn geworden, seitdem "Smallville" im Mittwoch-20-Uhr-Sendeblock aufgetaucht ist und eine sehr gute Quote nach der anderen holt. Aber Fakt bleibt, dass die US-Quoten zur Zeit für die Serie zwar erfreulich stabil sind, aber im Endeffekt nicht sehr viel nützen - sie sind schlicht zu niedrig.

Man erkennt, dass die Kontinuität in Form der "Delphic"-Ausdehnung durchaus Erfolg hat: Die Zuschauer scheinen bei der Serie zu bleiben und scheinen gespannt zu sein, wie es denn weitergeht. Aber Zuschauer halten schön und gut, was, wenn es nur noch ein kleiner, beinahe unbedeutender Haufen geworden ist? Was, wenn keine neuen Zuschauer mehr dazu gewonnen werden? So kann und darf die dritte Staffel quotentechnisch nicht aussehen. Sie muss imstande sein, neue Zuschauer zu gewinnen - und ein Handlungsbogen, der Gelegenheitszuschauer eher abschreckt, ist nicht besonders gut dafür geeignet.

Man wird also gespannt sein, zu sehen, inwieweit die Quoten sich noch entwickeln werden, ob sie mit "Rajiin" letzte Woche einen vorläufigen Höhepunkt erreicht haben oder ob diese weiter ansteigen werden. Wie letzte Woche bereits erwähnt wurde, tendieren die US-Quoten von "Enterprise" dazu, die Qualitätskurve einer Staffel nachzubilden - zur Zeit scheinen sich die Episoden von der Qualität her nicht sonderlich voneinander zu unterscheiden, doch sieht man auch an den US-Quoten, dass herausragende Unterhaltung noch immer nicht geboten wird bei "Enterprise".

Letzten Endes läuft alles auf die alles entscheidende Frage hinaus: Wird "Enterprise" eine vierte Staffel bekommen? Antwort: Abwarten und Kaffee - schwarz - trinken. Aber zur Zeit eher Nein...

Bitte bedenken Sie, dass die Overnight-Ratings und Fast-National-Ratings nur Vorabquoten sind. Die endgültigen US-Quoten - die sogenannten National- oder Final-Ratings - können anders aussehen. Sobald die National-Ratings zu "Impulse" abrufbar sind, werden wir Sie darüber informieren.

Alle Zahlen stammen von "Zap2it.com" und "TheFutonCritic.com".

(sl); STVC-Meldung vom 10.10.2003; Quelle: [965 Aufrufe; 0 Kommentare]

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