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China schickt ersten Menschen ins All

Nicht nur wirtschaftlich entwickelt sich China mit atemberaubender Geschwindigkeit weiter, auch in der Wissenschaft ist das Reich der Mitte nicht zu bremsen. Ein vorläufiger Höhepunkt von Chinas Triumphzug dürfte der heute erfolgte Start der bemannten "Shenzhou 5"-Rakete sein.

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"Shenzhou 5"

Yang Liwei, Chinas erster "Taikonaut", ist mit der "Shenzhou 5"-Rakete erfolgreich ins All gestartet. Damit ist China zur dritten Weltraummacht nach USA und Russland aufgestiegen.

Yang soll der Lokalpresse zufolge 1998 zum Team der Kosmonauten gestoßen sein. Die Taikonauten-Mannschaft Chinas umfasst insgesamt 14 Piloten. Yang wurde im Juni 1965 in der Nordostprovinz Liaoning geboren und war mit 18 Jahren Soldat. "Exzellente Leistungen" hätten ihn für Chinas Weltraumpremiere qualifiziert.

"Ich fühle mich gut und mein Zustand ist normal", sagte Yang eine halbe Stunde nach dem Start um 3 Uhr MESZ. Bereits 10 Minuten nach dem Start hat das Raumschiff seine geplante Umlaufbahn erreicht.

Für China bedeutet dies ein Riesenschritt nach vorn, hat das Riesenreich nun offenkundig gezeigt, dass es auch in der Wissenschaft mehr als konkurrenzfähig ist. Vor allem kommt der Start der "Shenzhou" für das Reich sehr gelegen, da die NASA-Programme wegen der "Columbia"-Katastrophe erst einmal erstarrt sind und auch Russlands Weltraumprogramm mit seinen maximal zwei "Sojus"-Starts im Jahr mehr als zu wünschen übrig lässt. So steht China zur Zeit fast konkurrenzlos da und kann in Sachen Technologie weiterentwickeln und weiter zu den Großmächten aufschließen.

Staats- und Parteichef Hu Jintao sieht im Start der "Shenzhou" "Glorie für unser großes Vaterland" und bezeichnete ihn als "historischer Schritt des chinesischen Volkes beim Erklimmen des Gipfels von Wissenschaft und Technik der Welt".

Von aller Welt kamen Gratulationen an China für diesen Meilenstein. In einer offiziellen Stellungsnahme begrüßte die NASA den chinesischen Raketenstart. Auch die ESA - die europäische Weltraumorganisation - meldete sich zu Wort: "Unsere herzlichsten Glückwünsche an die Volksrepublik China für diesen großen Erfolg".

Doch wird es selbstverständlich nicht beim "Shenzhou"-Start bleiben. Dieser erste bemannte Raumflug sei nur ein nur ein "erster Schritt", betonte Gu Yidong von der Akademie der Wissenschaften. "Die zweite Phase unseres Programms schließt Weltraumrendezvous und Andockmanöver sowie ein orbitales Laborsystem ein", fuhr er fort. Interessant dürfte ein unbemannter Flug zum Mond in drei Jahren sein.

(sl); STVC-Meldung vom 15.10.2003; Quelle: Spiegel Online [1054 Aufrufe; 0 Kommentare]

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