Gammablitze sind wohl die heftigsten Ausbrüche in unserem Universum. Innerhalb weniger Sekunden kann ein Gammablitz mehr Energie freisetzen als unsere Sonne während ihres ganzen Lebenszyklus. Neueste Indizien haben Forscher nun auf die Idee gebracht, dass die Gammablitze wohl Todesschreie sterbender Sterne sind.
Schon seit mehreren Jahrzehnten rätseln Forscher, was wohl der Ursprung dieser seltsamen Blitze, die nur im Bereich der Gammastrahlung zu sehen sind, sein mag. Obwohl schon länger ein Zusammenhang zwischen diesen Gammablitzen und dem Ende eines Sterns vermutet wurde, konnten bisher keine konkreten Beweise erbracht werden.
Ende der 90er Jahre gelang es mehrmals, die Gammablitze in einen Zusammenhang mit Supernovae zu stellen. Am 29. März 2003 brachte dann der Gammablitz GRB030329 neue Erkenntnisse. Man konnte innerhalb kürzester Zeit die Koordinaten dieser Eruption an andere Forscher weitergeben und das sogenannte "Nachglimmen" konnte durch mehrere Teleskope verfolgt werden.
Es stellte sich heraus, dass der Ursprung des Blitzes "nur" 2,6 Milliarden Lichtjahre entfernt lag. Aufgrund dieser Tatsache konnten die Astronomen viele Daten sammeln. Seit diesem Tag im März arbeiten nun mehrere Wissenschaftlerteams an der Auswertung der Daten. Und die Hoffnungen der Forscher scheinen sich zu erfüllen, denn GRB030329 gibt tatsächlich Aufschlüsse über bisher nicht so gut erkundete Tatsachen im Bereich der Gammablitzforschung.
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(aw, STVC-Meldung vom 18.11.2003, Quelle: Spiegel Online)

