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Ron D. Moore im Interview - Fortsetzung

Im neuesten Teil des Interviews mit dem ehemaligen "Star Trek"-Autor und Produzenten Ron D. Moore sprach dieser über seine Karriere bei "Star Trek" und über die Entwicklung seiner Beziehung mit Produzenten Brannon Braga und Rick Berman.

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Ron D. Moore

Ron D. Moore Moore beschrieb seine Zusammenarbeit mit Braga bei "Das nächste Jahrhundert" als "großartig" und erklärte, dass Michael Piller die beiden Autoren zum ersten Mal für die Folge "Tödliche Nachfolge" aus der 4. Staffel zusammenbrachte.

"Es ist schwer, einen Partner zu finden, mit dem man etwas zusammen schreiben kann. Man muss sehr eng zusammenarbeiten und es muss ein großes Maß an Vertrauen zwischen den zwei Autoren bestehen, weil es möglich sein muss, dass man zusammen in einem Raum sitzt und in der Lage sein muss, zu sagen, dass das nicht funktionieren wird und der andere darf das nicht persönlich nehmen. Und man muss ehrlich miteinander umgehen und es darf keinen Wettkampf geben, wer mehr Wörter geschrieben hat",

erkläre Moore in dem Interview mit IGN. Moore beschrieb die Zusammenarbeit als eine Art Ehe:

Wir hatten unterschiedliche Stärken. Ich hatte ein gutes Gespür für Strukturen und Brannon hatte einen Sinn für das Bizarre und Phantastische und für das Unerwartete und die Überraschungen innerhalb von Szenen und Geschichten. Es war wirklich eine sehr positive und gut zusammenpassende Angelegenheit und wir tauschten ständig unsere Gedanken aus".

Obwohl Moore sich weigerte, Bragas Arbeit bei "Enterprise" zu analysieren und zu kommentieren, spekulierte er dennoch:

"Ich weiß nicht, ob er noch damit glücklich ist. Er arbeitet nun schon länger an "Star Trek" mit als ich es tat und ich tat es für 10 Jahre - und das ist eine lange Zeit, um in einem Universum und an einer Idee zu arbeiten".

Obwohl Moore mit dem Gedanken spielte, am Ende von "Das nächste Jahrhundert" zu "Raumschiff Voyager" zu wechseln, da er davon fasziniert war, eine neue Serie von Anfang an zu entwickeln, traf er sich dennoch mit dem ausführenden Produzenten Ira Steven Behr und war danach ganz begeistert von der Idee, bei "Deep Space Nine" mitzuwirken:

"Es war ein dunkleres Universum. Es war ein doppeldeutiges Universum. Die Charaktere waren komplizierter. Die Handlungen waren freier. Es war keine richtige Fortsetzungsserie, aber es bewegte sich in diese Richtung. Jeder wusste von Anfang an, dass die Serie sich in Richtung der durchgehenden Handlungsstränge bewegen würde, weil das die Serie war...

Schlussendlich musste man mit der Tatsache umgehen, dass die Bajoraner immer noch da waren. Was passiert diese Woche mit ihnen? So wurde es zu einer Art Fortsetzungsgeschichte und das zog mich an. Ich wollte eine fortlaufende Geschichte schreiben und ich wollte mit langen Handlungsbögen spielen und Charaktere entwickeln und nicht nur Geschichten, die alleine - ohne irgendeinen Bezug - stehen".


Moore sagte, dass, als Berman und Piller sich mehr mit "Raumschiff Voyager" beschäftigten, Behr mehr die Kontrolle über "Deep Space Nine" bekam und "den Löwenanteil der Kämpfe um die Serie gewann und dass als Ergebnis die Serie besser wurde und wirklich seine Handschrift trug".

Die Entwicklung der Serie stellte laut Moore einen Streitpunkt innerhalb der Autorengemeinschaft dar:

"Ich erinnere mich daran, als wir mit dem Dominion-Krieg begannen, bestand Rick darauf, dass der Krieg maximal 3 oder 4 Episoden in Anspruch nehmen sollte und alle sagten: "Na Klar" - Wir logen".

"Ich erinnere mich an einen verrückten Streit, den Rick und Ira hatten, als Nog verletzt wurde und ein Bein verlor. Da gab es diesen riesigen Streit, als ich mit Rick im Raum war und Ira war am Telephon. Wir hatten einen Entwurf geschrieben, in dem Nog beide Beine verliert und Rick sagte nur: "Wir können nicht die Beine eines Charakters verlieren!" Und wir sagten: "Nein, wir müssen. Wir müssen jemanden haben, der in diesem Krieg verletzt wird und der nicht nur ein Gaststar im Hintergrund ist". Es war ein sehr wichtiger Punkt. Und der Streit gelangte zu diesem Punkt, als sie darüber stritten, ob es ein oder zwei Beine seien müssen. Und ob der Verlust ober- oder unterhalb des Knies ist - es war absurd".


Mit der Zeit bemerkte er, "dass die Hinweise konservativer wurden: Machem Sie nicht so viele Veränderungen. Bleiben Sie auf dem sicheren Pfad. Seien Sie vorsichtig, wir mögen diesen Charakter. Lassen Sie diesen Charakter nicht zu viele Fehler machen. Entwickeln Sie keine zu verrückten Ideen. Sie waren immer konservativ. Man hatte niemals den Hinweis bekommen, dass man weiter gehen und dass alles schockierender werden sollte".

Das ganze Interview mit Ron D. Moore können Sie unter diesem Link finden.

(aw, STVC-Meldung vom 08.12.2003, Quelle: TrekToday)


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