Nachdem bereits Gerüchte über weitere Veränderungen bei "Star Trek: Enterprise" bekannt wurden, gibt es jetzt wenigstens in einem Punkt Gewissheit: Der US-Sender UPN wird die Serie nicht auf einen anderen Sendeplatz setzen. Entsprechende Meldungen wurden dementiert. UPDATE: Bestätigung der Kürzung der Episodenanzahl in der dritten Staffel und Kommentar.
Marc Berman, ein Programm-Insider von "Mediaweek", korrigierte nun seinen vorherigen Bericht, in dem er erzählte, dass UPN über einen möglichen Sendeplatzwechsel für "Star Trek: Enterprise" auf Freitagabend nachgedacht habe (wir berichteten). UPN habe dies nun allerdings dementiert.
Zu der weiteren News des Tages, dass die aktuelle Staffel von "Enterprise" von 26 auf 24 Episoden gekürzt werden könnte, gibt es derweil noch keine genaueren Informationen. Es wurde nur bekannt, dass der Reporter Garth Franklin, der ein Memo von Paramount zu Gesicht bekam, die Quelle dieser Information ist.
Die gesamte Kolumne von Berman finden Sie hier.
UPDATE 10. Dezember 2003 - 23:35 Uhr
Paramount soll "TrekWeb" gegenüber bestätigt haben, dass die dritte Staffel sich tatsächlich mit nur 24 statt 26 Episoden zufriedengeben muss. Original-News finden Sie unter diesem Link.
Kommentar
Erklären würde diese News vieles. Zum Beispiel, warum Paramount "Enterprise" trotz miserabelster US-Quoten nicht schon längst absetzen ließ. Es sind die lukrativen Syndication-Geschäfte, die Paramount bisher davon abhielten, die fünfte "Star Trek"-Serie ins Jenseits zu schicken.
US-Syndication-Fernsehen besteht aus kleinen lokalen TV-Sendern, so dass Serien, die ans Syndication-Fernsehen verkauft werden, zu verschiedenen Sendezeiten ausgestrahlt werden. "Raumschiff Voyager" und "Enterprise" liefen im Network-Fernsehen - vergleichbar mit deutschen Privatsendern wie Sat.1 oder ProSieben mit einheitlicher Sendezeit ohne regionale Unterschiede. "Das nächste Jahrhundert" und "Deep Space Nine" liefen ihre gesamte Sendezeit über im Syndication-Fernsehen.
Nun will Paramount anscheinend "Enterprise" ans Syndication-Fernsehen verkaufen, um sich eine goldene Nase an den Wiederholungsrechten der Serie zu verdienen. Doch um einen Syndication-Vertrag für eine Network-Serie unter Dach und Fach zu bringen, bedarf es einer Episodenmindestanzahl von 100, weshalb "Enterprise" diese Gnadenfrist trotz schlechter US-Quoten bekommt.
Bislang wurde zwar noch nicht bestätigt, ob "Enterprise" wirklich nach ihrer vierten Staffel abgesetzt werden wird, doch was sagt das über die Serie aus, wenn solche Gerüchte schon so früh auftauchen und Paramount die Episodenanzahl der dritten Staffel von 26 auf 24 kürzt, um Kosten einzusparen?
Ganz klar: "Enterprise" befindet sich - wenn alle Gerüchte wirklich stimmen - auf ihrem Todesflug. Doch die Absetzung von "Enterprise" wird weder überraschend noch besonders tragisch sein. So haben wir unzählige Male bereits berichtet, wie nah die Serie vor ihrem Aus steht und die Serie zu Recht in vielen Punkten kritisiert.
Noch 37 Episoden bis 100 ... letzten Endes werden aber nur die kommenden US-Quoten über die tatsächliche Zukunft der Serie entscheiden - nämlich ob diese die magische Zahl von 100 überschreiten wird.
Wir halten Sie selbstverständlich weiterhin auf dem Laufenden.
(ad); STVC-Meldung vom 10.12.2003; Quelle: TrekToday
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