Immer wieder berichten US-Zeitungen, dass Präsident Bush vorhabe, ein neues Weltraumprogramm ins Leben zu rufen. Angeblich soll es um eine Mondstation und einen bemannten Flug zum Mars gehen. Obwohl das Weiße Haus diese Gerüchte dementiert, tauchte nun sogar schon der Termin für die Verkündigung in den Zeitungen auf. Alles Show oder ist tatsächlich etwas dran?
Die "Washington Post" und der Sender CNN berichteten, dass im Weißen Haus an neuen Weltraumplänen gearbeitet wird. CNN stütze sich auf regierungsnahe Quellen, die eine Rückkehr zum Mond innerhalb der nächsten 15 Jahre für möglich hielten.
Angeblich befinden sich auch folgende Projekte in der Diskussion: eine bemannte Mission zum Mars, das Datum für die Außerdienststellung der Space-Shuttles, die Konstruktion eines neuen Raumschiffes, Kosten und Nutzen einer ständigen Basis auf dem Mond und ein Zeitplan zum Ausstieg aus dem Projekt der Internationalen Raumstation ISS.
Beobachter vermuten, dass dieser angeblich neue Enthusiasmus der USA von den jüngsten Weltraumerfolgen Chinas herrühren könnte. Natürlich spielen auch Interessen an der Präsidentschaftswahl 2004 bei diesen Überlegungen eine Rolle, da man hofft, mit diesen Ideen einen ähnlichen Erfolg wie John F. Kennedy 1962 zu erzielen.
Anscheinend ist schon seit August eine überbehördliche Gruppe unter der Leitung des Weißen Hauses dabei, Pläne für bemannte Reisen zu entwickeln. Laut der "Washington Post" sollen diese dabei helfen, der NASA nach der "Columbia"-Tragödie neue Ziele für die nächsten 20 bis 30 Jahre zu geben.
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(aw, STVC-Meldung vom 13.12.2003, Quelle: Spiegel Online)

