Herzlich Willkommen im STVC!

Community-Menü

Brücke Chat Forum TrekBay Wer ist online?


Newsinhalt

US-Quoten von "Chosen Realm" womöglich besser als erwartet

Die Overnight-Ratings - Vorabquoten - zu der letzten "Enterprise"-Episode "Chosen Realm", über die wir bereits gestern ausführlich berichtet haben, sind zwar die schlechtesten der dritten Staffel, doch scheinen sie diesmal kein guter Indikator für die finalen Quoten gewesen zu sein - denn diese könnten womöglich "Chosen Realm" zur viertbesten Episode der Staffel machen.

Hinweis

Um die folgende US-Quotenbesprechung verstehen zu können, sollten Sie die gestrige, ausführliche US-Quotenbesprechung zu den Overnight-Ratings von "Chosen Realm", der zuletzt ausgestrahlten "Enterprise"-Episode, gelesen haben.

Es handelt sich in dieser US-Quotenbesprechung um die sogenannten Fast-National-Ratings, zwar ebenfalls Vorabquoten, aber um einiges genauer als die Overnight-Ratings. Sobald die finalen US-Quoten abrufbar sind, werden wir Sie selbstverständlich in Kenntnis setzen. Die Overnight-Ratings sind Vorabquoten, da sie nur die 55 wichtigsten TV-Märkte berücksichtigen und daher nur als Indiz für die finale Quote gewertet werden können - nicht mehr und nicht weniger. Dabei werden die Zahlen in Haushaltspunkten/Marktanteil angegeben, was nichts anderes bedeutet als die Prozentzahl aller US-TV-Haushalte.

Ein Overnight-Rating von 3,5 Punkten entspricht also 3,5% der gesamten US-TV-Haushalte. Der Marktanteil gibt an, wieviel Prozent von den gesamten Zuschauern, die zur Sendezeit den Fernseher eingeschaltet hatten, "Enterprise" sahen. 5% bedeutet also, dass 5% aller zur Sendezeit aktiven Zuschauer "Enterprise" eingeschaltet hatten, der Rest bevorzugte andere Sender.

Fast-National-Ratings zeichnen sich dadurch aus, dass sie Auswertungen von Daten sind, die aus 5.000 Haushalten, verteilt über alle 210 US-TV-Märkte (Overnight-Ratings decken nur 55 TV-Märkte ab). Sie werden - analog zu den Overnight-Ratings - ebenfalls in Punkten angegeben. Fast-National-Ratings sind sehr viel genauer und entsprechen in den meisten Fällen den finalen Quoten.

Die finalen Einschaltquoten, sogenannte (Final-)National-Ratings, berücksichtigen alle TV-Märkte in den USA. Die Zahl wird in Haushaltspunkten angegeben, was nichts anderes bedeutet als die Prozentzahl aller US-TV-Haushalte. Bei einer finalen Einschaltquote von 3,0 Punkten sahen also rund 3,0% der US-TV-Haushalte "Enterprise". Der Marktanteil gibt an, wieviel Prozent von den gesamten Zuschauern, die zur Sendezeit den Fernseher eingeschaltet hatten, "Enterprise" sahen. 5% bedeutet also, dass 5% aller zur Sendezeit aktiven Zuschauer "Enterprise" eingeschaltet hatten, der Rest bevorzugte andere Sender. Die Zuschauerzahl in Millionen gibt schließlich an, wieviele Zuschauer (nicht Haushalte) tatsächlich eingeschaltet haben.
Die Zahlen

Die finalen US-Quoten von der letzten "Enterprise"-Episode, "Chosen Realm", sind zwar noch nicht abrufbar, aber dafür die viel zitierten Fast-National-Ratings, die ihren finalen Pendants immer sehr genau treffen. Diese zeigen, dass trotz des schlechtesten Overnight-Ratings der aktuellen Staffel die letzte Episode tatsächlich die viertbeste Episode der aktuellen Staffel in Hinsicht auf die finalen Quoten werden könnte.

"TrekWeb" zufolge, erlangte "Chosen Realm" ein Fast-National-Rating von 2,7 bei 4% Marktanteil und landete damit auf dem vierten Platz der besten US-Quoten der dritten Staffel - nach "Similitude" (3,0 bei 5% Marktanteil), "Impulse" (2,8 bei 4% Marktanteil) und "Rajiin" (2,7 bei 4% Marktanteil).

"Viertbeste Zahl" sollte man natürlich relativ sehen. Ein Rating von 2,7 bei 4% Marktanteil ist selbstverständlich miserabel im Vergleich zu den Staffeln und Serien zuvor.

Nachdem Marc Berman "Enterprise" in seiner renommierten, täglichen TV-Kolumne "Programmer's Inside" auf "MediaWeek" beinahe auf die Liste der Verlierer des Mittwoch-Abends gesetzt hatte, hat sich nun der US-Fan Jeff Passmore bei ihm beschwert:

"Was mich an ihrer gestrigen Kolumne, wo Sie "Enterprise" in Hinsicht auf die Quoten beinahe auf Ihre Liste der Verlierer gesetzt hätten, gestört hat, ist, dass "Enterprise" in der aktuellen Staffel wirklich besser geworden ist. Die Macher scheuen sich nicht mehr länger vor gewagten Stories und haben eine gute Mischung aus Drama, Action und Humor gefunden. Weil "Enterprise" wirklich ungünstig und erbärmlich gestartet war, würde es nicht schaden, wenn der US-Sender UPN Werbung für die Serie machen würde, bei der er den Zuschauern klar macht, wie sehr sich die Serie verbessert hat. Und es würde natürlich nicht schaden, die Serie auf einen anderen Sendeplatz zu verschieben, so dass sie nicht mehr gegen "Smallville" des Senders WB antreten muss. Würde UPN wirklich diese beiden Dinge in die Tat umsetzen und der Zuschauerschaft Zeit geben, die Serie zu entdecken, könnte die Quoten-Rechnung für "Enterprise" aufgehen".

Marc Bermans Antwort:

"UPN kann weder Werbung dafür machen, wie gut "Enterprise" geworden ist, da der Sender sonst zugeben müsste, dass die Serie anfangs ein Flop war, noch kann er den Sendeplatz verschieben, da ihm kein weiterer Sendeplatz zur Verfügung steht. Weil aber UPN "Star Trek" verdankt, dass er überhaupt noch in den Quotenlisten aufgeführt ist, gibt es alle Gründe, anzunehmen, dass die Serie diese aktuelle Staffel noch heil übersteht. Auch wenn es schwierig ist, verlorene "Star Trek"-Fans zurückzugewinnen - wenn die Qualität stimmt, werden diese wahrscheinlich zurückkehren. Zwar - zugegeben - nicht sehr wahrscheinlich, aber immerhin möglich".

Kommentar

Treffender hätte es Marc Berman kaum formulieren können. Diese "verlorenen" "Star Trek"-Fans, wie wir seit der populären Kolumne "Deep Space Nine(-Fans) - die Vergewaltigung von Star Trek hat einen Ursprung" wissen, sind alte "Das nächste Jahrhundert"- und "Raumschiff Voyager"-Fans, die der Meinung sind, dass "Star Trek" und Sciencefiction nicht über Krieg und Action sein sollten, sondern sich mit menschlicheren, gehobeneren Themen auseinandersetzen müssten und optimistischer daherkommen sollten, was bei "Enterprise" und natürlich "Deep Space Nine" leider viel zu selten - wenn überhaupt - der Fall ist.

Diese Serien haben mit ihrer Düsterkeit, ihrem Pessimismus und nicht zuletzt "realistischen" (und als Folge durchschnittlichen) Charakteren "Star Trek" entzaubert und die meisten intelligenten Fans verjagt. Zurück bleibt die kleine, bunte und lustige Action-Knaben-Zuschauergruppe von "Enterprise", die die Serie wöchentlich mit miserablen Quoten von um die 2,7 Punkte "beglückt".

Die Fast-National-Ratings finden Sie unter diesem Link auf "TrekWeb", während Sie den "MediaWeek"-Artikel mit dem Leserbrief unter diesem Link vorfinden.

Weitere Hinweise

Bitte bedenken Sie, dass Overnight-Ratings oder Fast-National-Ratings Vorabquoten sind. Die endgültigen US-Quoten - die sogenannten National- oder Final-Ratings - können anders aussehen. Sobald die (Final-)National-Ratings zu "Chosen Realm" abrufbar sind, werden wir Sie darüber informieren.

Linktipps

- Kolumne: "Enterprise - die Vergewaltigung von Star Trek"
- Kolumne: "Nemesis - die Vergewaltigung von Star Trek geht weiter"
- Kolumne: "Deep Space Nine(-Fans) - die Vergewaltigung von Star Trek hat einen Ursprung"

(sl); STVC-Meldung vom 16.01.2004; Quelle: [989 Aufrufe; 0 Kommentare]

Vorherige News: [Produktionsbericht zur kommenden "Enterprise"-Episode "Azati Prime"]

Nächste News: [Offiziell: 2. Staffel von "24" ab dem 9. März bei RTL II]


Newsarchiv

Grafik: Abschnitt: Newsarchiv





Copyright