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Zweiter Mars-Roboter der "NASA" gelandet

Der zweite Mars-Rover der "NASA", "Opportunity", ist drei Wochen nach seinem Zwilling "Spirit" auf der entgegengesetzten Seite des Mars gelandeten. Bereits einigen Stunden später sendete er die ersten Bilder zur Erde.

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"Opportunity"

Der Roboter war nach einer sieben Monate langen Reise, am Sonntag, den 25.01.2004, um 6.05 Uhr (MEZ), auf der Meridani-Tiefebene auf dem Mars gelandet. Hier wird er in der nächsten Zeit nach Spuren von Leben und Wasser suchen.

Die Bilder, die bereits zur Erde gesendet wurden, sind noch mit geringer Auflösung aufgenommen. "NASA"-Sprechen berichteten, nachdem sie die ersten Bilder gesehen hatten:

"Eine surreale, fremdartige Landschaft."

Das Fahrzeug befindet sich in bester Verfassung. Dies war auch durch die ersten Bilder festzustellen. "NASA"-Manager Matt Wallace ist sicher, dass sich der Roboter leicht manövrieren lassen werde.

Da von dieser Seite des Planeten noch keine Bilder von der Oberfläche vorhanden waren, hatten die Wissenschaftler mit besonderer Spannung auf die Bilder gewartet. Die Bilder zeigen, dass die Landschaft auf dieser Seite "sanfter" ist, als auf der gegenüberliegenden.

Schon im Jahre 1976 wurden zwei Sonden von der "NASA" auf dem Mars geschickt ("Viking 1" und "Viking 2"). Diese lieferten auch Daten und Bilder, konnten allerdings noch nicht bewegt werden.

Als das Signal eintraf, dass der Rover erfolgreich gelandet war, brach im Kontrollraum der "NASA" Jubel aus. "NASA"-Chef Sean O'Neal spendierte dem Erfolgsteam Champagner. Auch Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger hatte alle Phasen des Rovers gründlich mit verfolgt.

Auch von "Spirit" sind Anzeichen der Genesung zu sehen, nachdem er einige Tage lang technische Probleme aufzeigte. "NASA"-Chefwissenschaftler Ed Weiler sagte:

"Wir haben einen Rover wieder belebt und die Geburt eines anderen Rovers gesehen."

Vor einigen Tage sah die Welt für die "NASA" noch viel anders aus. "Spirit", der erste Rover, hatte erhebliche Schwierigkeiten und wurde als "schwer krank" eingestuft. "Opportunity" stand kurz vor dem gefährlichsten Teil der Reise, dieser hatte durch seine harten Bedingungen schon mehrere Mars-Missionen zum Scheitern gebracht. Auch "Beagle2", das europäische Marslandegerät, bleibt weiterhin verschollen.

Der Rover soll in der Tiefebene nach Roteisenerz (Hämatit) suchen. Dieses wird oft in Gegenwart von Wasser gebildet. "Opportunity" ist dafür mit Panoramakameras und einigen deutschen Spektrometern zur Gesteinsanalyse ausgestattet. 1998 war dieses Gestein von der Sonde "Mars Global Surveyor" gefunden wurden. Hämatit wird mit Hilfe von vulkanischen Aktivitäten oder mit Hilfe von Wasser gebildet. Die Frage, wodurch es auf den Mars entstanden ist, soll nun geklärt werden.

(bs); STVC-Meldung vom 26.01.2004; Quelle: Tagesspiegel.de [1083 Aufrufe; 0 Kommentare]

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