Die ESA hatte heute auch die letzten Hoffnungen, doch noch Kontakt zum Landeroboter "Beagle 2" herstellen zu können, aufgeben müssen. Damit ist der Fehlschlag der europäischen Raumfahrtbehörde offiziell. Ende März soll eine Untersuchungskommission die Gründe für das Scheitern darlegen.
Noch sei es jedoch zu früh, um über die Ursachen der gescheiterten Mission zu spekulieren, erklärten Mitarbeiter der "ESA".
Möglicherweise sei der Landeroboter jedoch bei dem Aufprall auf dem Planeten beschädigt worden, oder er sei in einem Krater aufgeschlagen, in dem das Gerät weder Funksignale empfangen, noch senden könne.
Die Muttersonde "Mars-Express" habe am Montag und Mittwoch die Landestelle von "Beagle 2" länger als je zuvor überflogen und noch immer keinen Kontakt herstellen können. Damit mussten auch die letzten Optimisten bei der ESA den Misserfolg eingestehen.
Das erneute Scheitern der Kontaktaufnahme mache ihn "sehr, sehr traurig", bekannte ESA-Wissenschaftsdirektor Southwood. Dennoch sei der Verlust von "Beagle 2" zu verschmerzen, da der "Mars-Express" für die Forschung wichtiger sei.
Die Muttersonde soll in den nächsten zwei Jahren den Roten Planeten mit Hilfe einer in Deutschland konstruierten 3D-Kamera fotografieren und mit einem speziellen Radargerät auch unter der Oberfläche des Planeten nach Wasser suchen.
Der Verlust von "Beagle 2" sei daher vielmehr ein PR-Desaster als eine wissenschaftliche Katastrophe. Es gehe dabei besonders um die Vergabe von wissenschaftlichen Forschungsgeldern, um die ESA und die NASA konkurrierten.
In den kommenden Wochen wird der "Mars-Express" den Landeplatz des Roboters mit hochauflösenden Farbkameras fotografieren und Ausschau nach den Airbags und Fallschirmen halten, die bei der Landung eingesetzt wurden. "Beagle 2" selbst sei jedoch zu klein, um ihn auf der Oberfläche ausmachen zu können.
(ss); STVC-Meldung vom 11.02.2004; Quelle: Spiegel Online
[983 Aufrufe; 0 Kommentare] Vorherige News: [Erste Menübilder zu "Raumschiff Voyager" auf DVD] Nächste News: [Erste Kritik zur "Star Trek: Enterprise"-Episode "Harbinger"]

