Diese Frage stellen sich zur Zeit die Forscher der Untersuchungskommission, die den Verlust der Marssonde ergründen sollen. Die neuste Theorie der Wissenschaftler besagt, dass die Atmosphäre auf dem Mars dünner sei als vor der Mission berechnet wurde. Dadurch habe "Beagle" bei der Landung eine zu große Geschwindigkeit gehabt und sei so am Boden zerschellt.
Die Daten der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA scheinen diese neue Vermutung zu bestätigen. Auch "Spirit" traf bei seiner Landung auf eine Atmosphäre, die dünner war als zuvor berechnet.
Der amerikanische Bruder von "Beagle" hatte dabei jedoch mehr Glück, da er nicht nur mit einem Lande-Airbag ausgestattet war, sondern sein Fall zusätzlich von Landeraketen und Fallschirmen abgebremst wurde, was ein allzu hartes Aufschlagen auf dem Planeten verhinderte.
Falls sich diese Rekonstruktion der "Beagle"-Tragödie bewahrheitet, so bedeutet dies auch, dass die europäische Marssonde einem zu knapp bemessenen Budget zum Opfer fiel.
Denn während die NASA 820 Millionen Dollar in die Mission investiert hatte, gab die europäische Raumfahrtorganisation lediglich 300 Millionen Euro aus.
Colin Pillinger, der für "Beagle 2" verantwortliche Wissenschaftler der ESA fordert deshalb die Finanzierung weiterer Landeroboter, nach dem Vorbild von "Beagle 2".
Ein Hauptgrund für das Scheitern der Mission war seiner Meinung nach der Mangel an Geld und nicht die Landesonde selbst.
Nach einem Bericht der britischen BBC sprachen sich mehrere Forscher dafür aus, Sonden auf dem Mars, seinen Trabanten Phobos und Deimos, dem Erd-Mond und dem Jupiter-Trabanten Europa landen zu lassen:
(ss); STVC-Meldung vom 08.03.2004; Quelle: Spiegel Online
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