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Tiefe Einblicke ins Universum

Mit Hilfe des "Hubble"-Teleskops gelang es Wissenschaftlern jetzt, den bisher wohl tiefsten Blick ins Universum zu werfen und dabei die am weitesten entfernten Galaxien zu erspähen, die je ein Mensch erblickt hat. Dabei wurden Himmelskörper entdeckt, die zuvor zu blass geleuchtet hatten, um sie erspähen zu können. Zudem machten die Forscher eine überraschende Entdeckung.

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Entfernte Galaxien, aufgenommen von "Hubble"

Rund 400 Erdumdrehungen hatte "Hubble" gebraucht, um ein Bild zu erstellen, das einen kleinen, extrem weit entfernten Bereich knapp unterhalb des Sternbildes Orion zeigte.
Dieser Bereich wurde von den Forschern "Hubble Ultra Deep Field" (HUDF) getauft.

Die Belichtungszeit des Bildes, das eine Kombination aus Aufnahmen der "Advanced Camera for Surveys" (ACS) und der "Near Infrared Camera and Multi-object Spectrometer" (Nicmos) darstellt, beträgt mehr als eine Million Sekunden und somit etwa unglaubliche elfeinhalb Tage an Belichtungszeit.

"Dieses Bild lässt uns weiter sehen als jemals zuvor", jubelte Massimo Stivelli, Projektleiter des HUDF-Projektes. "Man kann mit dieser bisher nie da gewesenen Auflösung sogar Objekte darstellen, die so hell sind wie ein Glühwürmchen auf dem Mond".

Bereits im Februar war es den Wissenschaftlern mit Hilfe von "Hubble" gelungen, einen neuen Rekord in der "Deep Space"Forschung aufzustellen (http://www.voyager-center.de/newssystem/newsanzeigen.stvc?id=1077050709).

Doch auch wenn die neuen Aufnahmen nur etwa 500 Millionen Lichtjahre tiefer ins All reichen als die bisherigen "Hubble"-Fotos, ist dieses Stück für Astronomen von entscheidender Bedeutung: Es erlaubt einen Blick in die Zeit der ersten Galaxien und damit auf das Ende des "dunklen Zeitalters" im Universum.

Dabei machten die Forscher eine erstaunliche Entdeckung. Sie fanden Galaxien mit bizarren Formen, die noch nie zuvor beobachtet worden waren.

Denn neben einer großen Anzahl von regelmäßig auftauchenden Galaxien wie den ellipsenförmigen oder spiralförmigen, zeigen die Aufnahmen auch Galaxien, die in ihrer Form an einen Zahnstocher, an Armreifen oder an die Glieder einer Kette erinnern.

"Diese Entdeckungen werden großen Einfluss auf das "James Webb Space Teleskop" haben", kündigte Rodger Thompson von der Universität Arizona an.

Das "James Webb Space Teleskop" soll voraussichtlich 2011 Nachfolger von "Hubble" werden und noch genauere und schärfere Bilder von der Region machen.

(ss); STVC-Meldung vom 10.03.2004; Quelle: Spiegel Online [934 Aufrufe; 0 Kommentare]

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