Die Astronomen einigten sich darauf, dass der neu entdeckte Himmelskörper "Sedna" nicht der zehnte Planet unseres Sonnensystems sei. Nun rätseln die Wissenschaftler jedoch, was zu der höchst ungewöhnlichen Umlaufbahn von "Sedna" um die Sonne führte.
Die Umlaufbahn von "Sedna" erinnert an eine Ellipse. Sie variiert zwischen 76 astronomischen Einheiten (AU), wenn der Himmelskörper der Sonne am nächsten steht und 1000 AU wenn "Sedna" ihre weiteste Entfernung erreicht.
Seiner Ansicht nach könnte ein weiterer erdähnlicher Planet für den merkwürdigen Kurs von "Sedna" verantwortlich sein:
Eine andere Theorie vertritt der Mit-Entdecker von "Sedna", Mark Brown. Er bevorzugt ein Szenario, bei dem ein wandernder Stern vor langer Zeit in der Nähe unseres Sonnensystem unterwegs war.
Die starke Gravitationskraft dieser reisenden Sonne riss demnach Materiebrocken aus einem "Oortsche Wolke" genannten Gesteinsgürtel, der sich weit draußen um unser Sonnensystem erstrecken soll. Die Existenz dieses Materiegürtels ist bislang jedoch lediglich eine Hypothese.
Sollte es diese wandernde Sonne jedoch wirklich gegeben haben, so habe sie heller als der Vollmond geschienen und müsste somit 20.000 Jahre am Taghimmel der Erde sichtbar gewesen sein, erläutert Brown.
(ss); STVC-Meldung vom 17.03.2004; Quelle: Space.com
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