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Wettlauf zur Mondbesiedlung

Nach Amerika und Europa veröffentlichte nun auch die aufstrebende Raumfahrtnation China ihre Pläne zur Besiedlung des Erdtrabanten. Die Chinesen erwägen den Bau einer dauerhaft bemannten Station auf dem Mond.

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Der Mond

Der erste Schritt eines dreistufigen Programms zur Monderkundung soll demnach bereits 2007 unternommen werden.

Wie die Nachrichtenagentur "Xinhua" berichtete, soll zunächst ein Forschungssatellit in die Umlaufbahn des Mondes gebracht werden, der 2010 Gesellschaft von einer unbemannten Sonde bekommt, die auf der Oberfläche des Mondes landen wird.

Im Jahre 2012 soll dann ein eigener Rover nach geeigneten Plätzen für eine Raumbasis Ausschau halten. Das chinesische Mondfahrzeug soll mit Kameras, Teleskopen und Seismografen ausgestattet werden.

Hauptziel sei es, einen geeigneten Platz für eine bemannte Mondbasis zu finden, wurde der Wissenschaftler Ouyang Ziyuan in der Pekinger Zeitung "Zhonggou Oingnian Bao" zitiert.

Bereits 2020 könnten die ersten chinesischen Astronauten den Mond betreten und bald darauf mit dem Bau der bemannten Raumbasis beginnen.

Mit ihren ehrgeizigen Plänen sind die Chinesen in guter Gesellschaft. US-Präsident Bush möchte bereits zwischen den Jahren 2015 und 2020 wieder Amerikaner über den Mond wandern sehen und Europas Raumfahrtagentur ESA hat sich mit dem "Aurora"-Projekt zum Ziel gesetzt, 2024 Menschen zum Erdtrabanten zu schicken.

Damit beginnt in den nächsten Jahren ein regelrechter Wettlauf zwischen den verschiedenen Raumfahrtorganisationen und Nationen, der stark an die sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts erinnert, bei dem sich Russland und die Vereinigten Staaten einen Wettkampf um den ersten Menschen auf dem Mond lieferten.

Chinas Enthusiasmus für die Eroberung des Weltraumes wurde im vergangenen Oktober durch den Astronauten Yang Liwei ausgelöst, der als erster Mensch durch die chinesische Raumfahrtbehörde ins All befördert wurde.

China ist somit das dritte Land, das unter eigener Regie Menschen ins Weltall geschickt hat. Auch für dieses Jahr kündigte China zwei weitere bemannte Raumfahrtmissionen an.

Das Programm zur Monderkundung erhielt die Bezeichnung "Chang'e", nach einer chinesischen Märchenfigur, die zum Mond reist.

(ss); STVC-Meldung vom 22.03.2004; Quelle: Spiegel Online [1072 Aufrufe; 0 Kommentare]

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