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"Enterprise"-Sender UPN setzt auf Frauen und Reality

Mag sein, dass die US-Quoten von "Enterprise" im Moment nicht gerade rosig sind, doch beim US-Sender UPN geht es im Augenblick ziemlich rosig zu. UPN ist in dieser Saison nämlich der einzige von den sechs landesweiten US-Sendern, der Quotenzuwachs in den wichtigen Sweep-(Einschaltquoten-Test)-Monaten verbuchen konnte.

Die Zeitung "The New York Daily News" berichtete, dass die Reality-Show "America's Next Top Model" dem UPN-Sender herausragende Quoten in der Zuschauergruppe der 18-34-jährigen Frauen bescheren konnte. Dies ist insofern ein Erfolg, als dass der Sender bisher stets eine Männerdomäne gewesen war, die nur ab und zu bescheidenen Erfolg genießen konnte.

"Der US-Sender UPN macht sich außerordentlich gut, vor allem jetzt im Mai, wo seine Programmpräsentation für die nächste TV-Saison ansteht", schreibt "The New York Daily News".

Mel Karmazin, der Präsident des Konzerns "Viacom", zu dem auch UPN gehört, schließt sich der positiven Meinung bezüglich UPN an und ist der Meinung, dass die Perspektive UPNs nie besser ausgesehen hätte.

Die Zeitung schiebt UPN-Präsidentin Dawn Ostroff den Erfolg in die Schuhe, die auch Comedies wie "All Of Us" und "Eve" produzieren ließ, welche zusammen mit "America's Next Top Model" erfolgreich die Frauen-Zuschauergruppe ansprechen konnten.

In der kommenden TV-Saison wird UPN verstärkt auf Reality-Shows setzen, da CNN vor Kurzem berichtete, dass ein Autorenstreik ausbrechen könnte. Die Hollywood-Autoren verlangen nämlich mehr Profit aus dem Verkauf der DVDs. Der Autoren-Gewerkschaft ("The Writers Guild Of America") zufolge würden nur fünf Cents aus dem Verkaufserlös einer DVD in die Taschen der entsprechenden Autoren wandern, während zehn US-Dollar an die Studios gehen würden.

1988 verzögerte ein Autorenstreik den Start der TV-Saison. Sender mit Reality-Shows, die ohne Drehbücher auskommen, werden daher im Falle eines Autorenstreiks in der kommenden TV-Saison klar im Vorteil sein.

Da UPN seit Jahren Probleme damit hat, eine eigene Identität zu finden und größtenteils erfolglos damit gewesen war, die Zuschauergruppe der jungen Männer anzusprechen, wird der Sender nun, nach dem Erfolg bei der Zuschauergruppe der erwachsenen Frauen, verstärkt auf eben diese Zuschauergruppe setzen.

Inwieweit dies eine negative Auswirkung auf die eventuelle vierte Staffel von "Enterprise" hat, welche ja bekanntlich eine Männer-Actionserie ist, bleibt vorerst ungewiss. Spätestens am 24. Mai, wo die Programmpräsentation von UPN stattfindet, ist man hoffentlich schlauer.

(sl); STVC-Meldung vom 04.05.2004; Quelle: TrekToday [869 Aufrufe; 0 Kommentare]

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