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Milchstraße hat fünf Arme

Durch Zufall haben australische Forscher einen fünften Arm unserer Galaxie, der Milchstraße, entdeckt. Er ist 77.000 Lichtjahre lang und mehrere Tausend Lichtjahre dick. Da das gigantische Gebilde jedoch aus Wasserstoff besteht, ist es von der Erde aus nicht sichtbar.

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Die fünf Arme der Milchstraße

Sterne, Gas und Staub sind nicht gleichmäßig in der Galaxie verteilt, sondern sammeln sich besonders im Zentrum und in den Armen. Durch puren Zufall haben australische Forscher herausgefunden, dass die Milchstraße nicht wie bisher angenommen vier, sondern fünf Spiralarme hat. Der fünfte ist bis heute einfach übersehen worden.

"Ich war total verblüfft, er war bei früheren Erfassungen deutlich sichtbar",

meinte Tom Dame vom "Harvard-Smithsonian Center For Astrophysics" aus Cambridge, Massachusetts. Die Entdeckung gelang Forschern des "Australia Telescope National Facility".

"Wir sehen ihn auf einem riesigen Gebiet am Himmel",

sagte Naomi McClure-Griffiths, die das Astronomieteam leitet. Da der 77.000 Lichtjahre lange Arm aus Wasserstoff besteht, ist er nur indirekt nachweisbar. Er würde vom Horizont bis zum Zenit reichen, wäre er am nächtlichen Himmel sichtbar, berichtet das Wissenschaftsmagazin "New Scientist".

Die Forscher untersuchten die Verteilung von Wasserstoff innerhalb der Milchstraße und kamen dabei dem fünften Arm auf die Spur. Er liegt am weitesten außen. Wasserstoff emittiert Wellen, welche auf der Erde registriert werden können. Dem Team um McClure-Griffiths fiel ein intensives Strahlungsband auf, welches sie nicht erwartet hatten.

Nach Aussagen der Forscher rotiert der fünfte Arm gemeinsam mit der gesamten Milchstraße. Wie er entstand, ist noch unklar. Vielleicht war er ein Teil eines anderen Spiralarms und löste sich von diesem. Der Arm könnte aber auch bei einer Kollision unserer Milchstraße mit einer kleineren Galaxie entstanden sein.

Zu dem Gasgebilde könnte auch ein ganzer Streifen von Sternen gehören, welcher im vergangenen Jahr am äußeren Rand der Milchstraße entdeckt worden war. Da immer bessere Teleskope vollautomatisch das All erkunden, rechnen Astronomen mit weiteren überraschenden Entdeckungen.

(mb); STVC-Meldung vom 06.05.2004; Quelle: Spiegel Online [1013 Aufrufe; 0 Kommentare]

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