Vergangene Woche konnte die "European Aeronautic Defense and Space Company" (EADS) einen unbemannten Prototyp des europäischen Space Shuttles "Phoenix" in Stockholm erfolgreich testen. "Phoenix" könnte zukünftig als Nachfolgemodell der amerikanischen Space Shuttles eingesetzt werden.
"Phoenix" wurde am vergangenen Samstag, dem 8. Mai, um 9.45 Uhr von einem Schwerlasthelikopter aus einer Höhe von ca. 2.500 Metern abgeworfen und glitt von einem GPS-Satelliten geführt sicher zur Erde zurück. Der unbemannte Prototyp des europäischen Shuttles beendete nach etwa 90 Sekunden Gleitflug den Test mit einer perfekten Landung.
Im Jahr 2006 möchte die NASA in der Endrunde der sogenannten "System Requirement Review" unter mehreren Prototypen der führenden Weltraumkonzerne für eine neue Art von Raumtransporter einen Sieger küren und anschließend eine endgültige Ausarbeitung des Modells in Auftrag geben.
Der unbemannte Prototyp der EADS ist nur etwa sieben Meter lang, wiegt 1.200 Kilogramm und hat eine Flügelspannweite von knapp vier Metern. Der Prototyp der "Phoenix" wurde in einem Maßstab von eins zu sieben im Verhältnis zur geplanten Größe des Originalshuttles gebaut.
"Phoenix" repräsentiert zusammen mit der "Ariane 5"-Rakete für die "European Space Agency" (ESA) die Hoffnung, Astronauten ins Weltall schicken zu können. Aber Projektmanager räumen ein, dass ein Prototyp im Maßstab eins zu eins erst zwischen 2015 und 2020 testbereit sein werde.
Der nächste Schritt des Testteams ist es nun, den unbemannten Prototypen von einem Höhenballon aus einer größeren Distanz zur Erde abzuwerfen.
Es ist geplant, die Abwurfhöhe schrittweise soweit zu steigern, bis das Shuttle am Ende fähig ist, aus einer Distanz von etwa 128 Kilometern zur Erde zu gleiten und dort sicher zu landen.
(ss); STVC-Meldung vom 13.05.2004; Quelle: Raumfahrer.net
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