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Unidentifizierte Objekte über Mexiko geben weiter Rätsel auf

Das gestern von der mexikanischen Luftwaffe veröffentlichte Video, das angeblich elf UFOs zeigen soll, sorgt weiter für Spekulationen. Während es für die einen den endgültige Beweis für den Besuch außerirdischer Intelligenzen darstellt, diskutieren Forscher über mögliche natürliche Ursachen des Phänomens.

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Ein UFO oder doch nur ein Blitz?

Die fünfköpfige Besatzung einer mexikanischen Militärmaschine befand sich auf einem Routineeinsatz zur Überwachung von Drogenschmugglern, als sie mehrere Objekte auf ihrem Radarschirm entdeckte, die jedoch bei einem Blick aus dem Fenster nicht zu erkennen waren.

Erst das Einschalten der Infrarotkamera habe die seltsamen Objekte sichtbar gemacht, die um das Flugzeug herumzuschwirren schienen und auf ihrem Weg teilweise von Wolken verdeckt wurden.

Ein Sprecher des mexikanischen Verteidigungsministeriums bestätigte, dass das Video am 5. März von Soldaten der Luftwaffe über dem ostmexikanischen Bundesstaat Campeche aufgenommen wurde.

Für Ufologen wie den Journalisten Jaime Maussan, der auch die Pressekonferenz zu den mysteriösen Sichtungen leitete, enthält das Video den unumstößlichen Beweis für die Existenz von UFOs.

"Sie waren unsichtbar für das Auge und dennoch vorhanden. Sie hatten Masse, sie hatten Energie und bewegten sich".

Die Objekte hätten zudem "intelligent" gewirkt, da sie ihre Richtung geändert und das sie verfolgende Flugzeug umringt hätten.

"Das ist eine historische Nachricht", so Maussan weiter. "Es existieren Hunderte von UFO-Videos, aber keines besaß die Unterstützung der Streitkräfte eines Landes. Das Militär trägt nicht zur Aufrechterhaltung von Fälschungen bei".

Es gibt jedoch auch Forscher, die diese Interpretation der aufgenommenen Bilder in Frage stellen.

Nach der Meinung mexikanischer Wissenschaftler seien auf dem Video keine Raumschiffe außerirdischer Besucher zu sehen, sondern seltene Blitze.

"Kein seriöser Wissenschaftler würde die Möglichkeit ausschließen, dass es auf irgendeinem Planeten des Weltalls intelligentes Leben gibt. Aber das, was in Campeche entdeckt wurde, deutet nicht darauf hin",

so Navarro und Herrera vom Institut für Nuklearwissenschaften der Nationaluniversität UNAM gegenüber der Tageszeitung "La Jornada".

Gleichwohl sei es ein für die Forschung faszinierendes und bisher wenig erforschtes Phänomen, bei dem es sich um elektrische Entladungen handele, die in einem ionisierten Gas zurückgehalten würden, so Herrera.

Die Erklärung wirft jedoch weitere Fragen auf. Kugelblitze bilden eine spezielle Form von Blitzen, deren Existenz mittlerweile von den meisten Experten nicht mehr bestritten wird, aber jedoch nur schwer nachzuweisen sind.

Dies liegt an ihrer kurzen Lebensdauer, die von wenigen Sekunden bis zu 30 Sekunden reicht. Dennoch sind Blitze nach übereinstimmender Meinung von Physikern stets mit bloßem Auge sichtbar. Die Piloten konnten die leuchtenden Kugeln jedoch nach eigenen Angaben nur per Infrarotkamera sehen.

(ss); STVC-Meldung vom 14.05.2004; Quelle: Spiegel Online [1060 Aufrufe; 0 Kommentare]

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