Deutsche und italienische Forscher fanden bei Simulationen in einem unterirdischen Labor heraus, das der Kohlenstoff-Stickstoff-Sauerstoff-Zyklus nur etwa halb so schnell abläuft wie vermutet. Demnach wäre das Universum rund eine Milliarde Jahre älter als bislang angenommen.
Die Verschmelzung von Wasserstoff zu Helium ist die wichtigste Energiequelle von Sternen wie die Sonne. Doch parallel laufen noch weitere Fusionsreaktionen ab. Zu diesen zählt auch der Kohlenstoff-Stickstoff-Sauerstoff-Zyklus. Dieser Prozess scheint nur mit der halben Geschwindigkeit abzulaufen wie bisher vermutet.
Carlo Broggini und seine Kollegen vom Nationalen Institut für Kernphysik simulierten den Prozess von Kernfusion bei Sternen in einem unterirdischen Labor für Nuklear-Astrophysik. Das Labor liegt 1400 Meter unter dem Bergmassiv des Gran Sasso. Hier unten lassen sich empfindliche Experimente ohne Störfaktoren wie die Kosmische Strahlung durchführen.
Da der Kohlenstoff-Stickstoff-Sauerstoff-Zyklus auch in den ältesten bekannten Sternen abläuft sie befinden sich in so genannten Kugelsternhaufen müsste das Universum eine Milliarde Jahre älter sein als bisher angenommen, berechneten die Forscher. Demnach wäre es über 14 Milliarden Jahre alt.
(mb); STVC-Meldung vom 16.05.2004; Quelle: Spiegel Online
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