Die beste Sciencefiction-Serie aller Zeiten ist endlich auf DVD zu haben. Das erste DVD-Boxset enthält die komplette erste Staffel, bestehend aus 16 Episoden, von denen einige schlicht überwältigend sind. Rund 70.000 Lichtjahre von der Heimat entfernt, muss die Crew um Captain Janeway einen Weg nach Hause finden. Lesen Sie eine ausführliche Kritik darüber, wie sich die Serie im ersten Jahr ihrer Heimreise schlägt.
Es gibt nur wenige Sciencefiction-Serien, die von sich behaupten können, qualitativ hochwertig zu sein; sich menschlichen Themen hinzugeben als sich ausschließlich mit testestoron-gesteuerten Action-Knaben-Themen wie Krieg, in einem ausufernden Handlungsbogen verpackt und mit viel Raumschlacht gewürzt, zu beschäftigen.
Es gibt nur eine einzige Sciencefiction-Serie, bei der die Macher das Wagnis eingingen, einen weiblichen Captain zu engagieren und damit bewusst die männerdominierte Sciencefiction-Zuschauergruppe zu provozieren (Die leider sehr kurzlebige Serie "Earth 2" zählt hierbei nicht, da der weibliche Anführer dort ein Commander, jedoch kein Captain ist).
Die gemeinte Serie hört auf den Namen "Raumschiff Voyager" und gilt bei den meisten "Star Trek"-Fans als die beste Sciencefiction-Serie aller Zeiten.
Vor wenigen Wochen war das erste DVD-Boxset mit der ersten Staffel der Serie erschienen. Welch eine Abwechslung: In Zeiten des Kriegs kann man sich endlich wieder entspannt zurücklehnen und sich an einer optimistischen Sciencefiction-Serie erfreuen, die gegen den Düsterkeits-Trend schwimmt und nicht wie die annehmbare "Deep Space Nine"-Serie den Zuschauer ständig ermahnen will, wie grausam und schlecht Krieg ist, als ob er das nicht bereits zur Genüge wüsste.
Endlich kann sich der Zuschauer einmal zurücklehnen, um sich humanistische Sciencefiction-Geschichten anzuschauen und darüber nachzudenken denn von trivialen Action-Geschichten dumm und von ohrenbetäubenden Explosionen irgendwann einmal taub zu werden.
Und nicht zuletzt ist dies eine wirksame Methode, um sich von dem Schock, Schmerz und Leid, dass die dümmliche "Enterprise"-Serie tatsächlich für eine vierte Staffel verlängert wurde, zu erholen.
Wo gibt es heutzutage noch gepflegte Sciencefiction im TV zu sehen? Außer nichtssagenden staffellangen Handlungsbögen à la "Enterprise"-Xindi, die aus zuviel Füllepisoden bestehen und ein paar Action-Nischenserien wie "Stargate" gibt es praktisch nichts mehr im Sciencefiction-TV, was wert ist, gesehen geschweige denn bedacht zu werden.
Insofern ist es eine wahre Freude, endlich das DVD-Boxset von "Raumschiff Voyager", einer wahren Sciencefiction-Serie durch und durch, in den Händen zu halten und die Crew um Captain Janeway durch ihr erstes Jahr im Delta-Quadranten zu begleiten.
Auf "Star Trek Voyager Center" präsentieren wir daher das große DVD-Review zu "Raumschiff Voyager" - mit vielen DVD-Infos, Bildern und einer ausführlichen Kritik. Das Review finden Sie unter diesem Link.
Im Folgenden finden Sie ein paar Auszüge. Interessant ist die Feststellung, dass genau die beiden Elemente, welche "Raumschiff Voyager"-Gegner so sehr lieben und sich innigst für die Serie wünschen, das positive Gesamtbild der ersten Staffel trüben: der Maquis-Konflikt und die Kontinuität:
Negativ an der Staffel ist der Maquis-Konflikt. Zu "Raumschiff Voyager" und niveauvollem "Star Trek" passt solch ein Konflikt einfach nicht. Der Maquis-Konflikt ist ja an sich schon nicht besonders interessant, da er ziemlich Mainstream-Durchschnitt ist. Er ist einer dieser typischen Klischee-Konflikte, in denen zwei Menschen oder in diesem Falle Gruppen die sich nicht ausstehen können, solange aufeinander einprügeln, bis sie eine Gemeinsamkeit feststellen und sich letzten Endes verbrüdern oft durchkauft, ziemlich voraussehbar; absolut durchschnittlich, absolutes Seifenoper-Niveau.
[...]
Negativ fällt auch die Kontinuität auf, die auch nicht zu "Raumschiff Voyager" passt. [...] Gute Sciencefiction ist nach wie vor humanistische Sciencefiction, d.h. es ist völlig egal wieviel Energie die "Voyager" verloren hat oder wer wen nicht mag oder ob die Kampfschäden am Schiff auch in der Folgeepisode sichtbar sind diese Informationen sind allesamt trivial. Eine gute Sciencefiction-Episode mit einer packenden, menschlichen Story braucht diese Zeitfüller nicht.
[...]
Das Fazit lautet wie gefolgt:
Das komplette Review finden Sie unter diesem Link.
Hinweis
Das Review enthält einige modifizierte Passagen aus der kommenden Kolumne "Warum Raumschiff Voyager keine Vergewaltigung von Star Trek ist", dem Abschlussteil der "Vergewaltigungs-Reihe".
Kauftipp
Bei "Amazon.de" können Sie das erste DVD-Boxset von "Raumschiff Voyager" unter diesem Link bestellen.
Linktipps
- Kolumne: "Enterprise - die Vergewaltigung von Star Trek"
- Kolumne: "Nemesis - die Vergewaltigung von Star Trek geht weiter"
- Kolumne: "Deep Space Nine(-Fans) - die Vergewaltigung von Star Trek hat einen Ursprung"
(sl); STVC-Meldung vom 24.05.2004; Quelle:
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