Wissenschaftler, die die Intensität der von der Erde reflektierten Sonnenstrahlen untersuchen, machten eine erstaunliche Entdeckung: Scheinbar nimmt die Leuchtkraft der Erde seit dem Jahr 2001 konstant zu. In den Jahren 1984 bis 2000 war bisher eine Abnahme der Reflexionskraft der Erde beobachtet worden. Ein Grund für diese Trendwende könnte ein beginnender Klimawandel sein.
Die Entwicklung könnte demnach aus einer veränderten Anzahl von Wolken resultieren, die den Planeten bedecken.
Mehr Wolken reflektieren auch mehr Licht zurück ins All und lassen deshalb die Erde abkühlen. Ein Planet, der jedoch von weniger Wolken bedeckt wird, würde durch die intensiven Sonnenstrahlen erwärmt.
Die Forscher vom "New Jersey Institute of Technology" und dem "California Institute of Technology" nutzten zwei verschiedene Systeme, um die Intensität der von der Erde reflektierten, Lichtstrahlen zu bestimmen.
Die teilweise übereinstimmenden Daten beinhalten Messungen von Satelliten, die die Wolkendichte bestimmen sowie Analysen des sogenannten "Erdscheins".
Der Erdschein kann gemessen werden, indem man auswertet, wie stark die von der Sonne abgewandte Seite des Mondes von der Erde beleuchtet wird.
James A. Coakley Jr. von der "Oregon State University" stellt jedoch die Aussagekraft der Beobachtungen in Bezug auf einen Klimawandel in Frage:
Ein Mitarbeiter des Forschungsteams, Philip R. Goode von dem "New Jersey Institute of Technology", ist hingegen der Meinung, dass seine Ergebnisse recht aussagekräftig sind.
Goode merkt an, dass bereits Leonardo DaVinci davon ausging, dass das Gesicht des Mondes durch den Erdschein erhellt wird.
(ss); STVC-Meldung vom 01.06.2004; Quelle: Space.com
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