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NASA-Rover kämpfen mit Marswinter

Der marsianische Winter bereitet den beiden Marsrovern "Spirit" und "Opportunity" Probleme. Die kurzen Tage und die tiefen Temperaturen zehren an den ohnehin schon knappen Energiereserven. Die Sonden funktionieren schon viele Wochen länger als die Forscher erwartet hatten.

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Das raue Klima gefährdet die Instrumente der Rover

Bei der NASA hatte man erwartet, das die beiden Mars Rover "Spirit" und "Opportunity" bereits nach einigen Wochen ausfallen würden. Doch dies geschah nicht. Bis auf ein paar kleinere technische Pannen funktionieren sie noch einwandfrei.

Doch jetzt beginnt der marsianische Winter mit kurzen Tagen und rauen Temperaturen. Da sich inzwischen auch viel Staub auf den Solarzellen angesammelt hat, steht den Robotern immer weniger Energie zur Verfügung. Daher müssen sie immer öfter Pausen einlegen.

Opportunity hat seit einiger Zeit Probleme mit einem Wärmeschalter. Der Dauerbetrieb verbraucht soviel Energie, dass der Rover pro Tag gerade mal 2 Stunden arbeiten kann. Um den Energieverlust zu minimieren, wird der Roboter nachts in einen Ruhezustand versetzt, bei dem auch die Wärmeversorgung abgeschaltet wird.

Doch Temperaturen unter Minus 50 Grad Celsius (derzeit liegen die Tiefstwerte bei Minus 48 Grad Celsius und sie werden noch bis September weiter sinken) können das Wärme-Emissions-Spektrometer unbrauchbar machen. Das Spektrometer untersucht das Marsgestein. Fällt es aus, kann Opportunity sich nur noch fortbewegen, Fotos machen und seinen Arm benutzen.

Spirit hat seit der Landung auf dem Mars 2 Kilometer zurückgelegt. Die Forscher hoffen, dass der Rover bis Mitte Juni die Bergkette "Columbia Hills" erreicht, welche derzeit noch 700 Meter entfernt ist.

Sobald die Mars-Tage Ende September länger werden und die Temperaturen steigen, kann die Erforschung unseres Roten Nachbarn weitergehen. Vorausgesetzt natürlich, sie überstehen die Zwangspause, wenn sich die Sonne zischen Mars und Erde schiebt und so eine Kommunikation mit den Sonden unmöglich macht.

(mb); STVC-Meldung vom 06.06.2004; Quelle: Spiegel Online [952 Aufrufe; 0 Kommentare]

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