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Hypothese: Entstehen aus Supernovae Schwarze Löcher?

Das vielleicht jüngste Schwarze Loch oder der jüngste Neutronenstern wurde nun von Astronomen entdeckt. Die gewaltige Materieansammlung entstand, als ein massereicher Stern am Ende seiner Lebensspanne in einer Supernova aufging.

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"SN 1986J": Schwarzes Loch oder Neutronenstern?

Ist einem massereichen Stern erst einmal der nukleare Brennstoff ausgegangen, so dauert es nicht lang, bis er innerhalb von wenigen Sekunden kollabiert und in einer gewaltigen Explosion seine alte Sternenhülle ins All schleudert.

Nach einer solchen Supernova bleibt entweder ein Neutronenstern oder ein Schwarzes Loch übrig. So lautet zumindest die gängige Theorie, denn ein solcher Vorgang ist nur schwer zu beobachten.

1986 war in 30 Millionen Lichtjahren Entfernung die Supernova "SN 1986J" entdeckt worden, die vermutlich 3 Jahre früher stattfand. Seitdem wurden die Reste der Sternenexplosion mit Radioteleskopen beobachtet. Mittlerweile legt sich der Staub der Explosion. Michael Bietenholz von der "York University" in Toronto, Kanada erklärt:

"SN 1986J hat ein hell-leuchtendes Objekt in ihrem Zentrum offenbart, das erst kürzlich sichtbar wurde. So ein Ding hatten wir zuvor noch in keiner Supernova gesehen".

Genauere Untersuchungen ergaben, dass sich die Chrakteristik des "Dinges" klar von der Umgebenden Hülle unterscheidet. Der helle Punkt entsteht offensichtlich, weil Materie aus der Umgebung ständig ins Zentrum der Supernova gesaugt wird.

"Ob dort wirklich ein Schwarzes Loch oder doch ein Neutronenstern sitzt, können wir noch nicht genau sagen",

sagte Miachael Rupen vom "National Radio Astronomy Observatory" im US-Bundesstaat New Mexico.

Nur eines ist sicher: Die Materieansammlung, welche im Zentrum der Supernova entstand, ist entweder der jüngste Neutronenstern oder das jüngste Schwarze Loch der Geschichte, das je beobachtet wurde. Vergleichbare Objekte wurden bisher erst mehrere hundert Jahre nach ihrer Geburt gefunden.

Laut Rupen wird das Objekt in den kommenden Jahren weiter studiert. Bisher hatten Astonomen nur sehr selten die Gelegenheit, die Baby und Jugendjahre eines Himmelskörpers zu beobachten. Um weitere Details über das kosmische Leben und Sterben im Weltall zu erfahren, wird nicht nur die Radiostrahlung, sondern auch die Strahlung im sichtbaren und infraroten Bereich untersucht.

(mb); STVC-Meldung vom 14.06.2004; Quelle: Spiegel Online [989 Aufrufe; 0 Kommentare]

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