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"Paramount" senkt den Preis für die "Enterprise"-Episoden

Der wahre Grund, weshalb "Enterprise" trotz schwächelnder US-Quoten für eine vierte Staffel verlängert wurde, ist laut dem US-Magazin "TV Guide" die Preissenkung, die das Studio "Paramount" für die "Enterprise"-Episoden veranlasst hat.

In der kommenden "TV Guide"-Ausgabe (20. Juni - 26. Juni) soll der wahre Grund stehen, weshalb der US-Sender UPN die jüngste "Star Trek"-Serie "Enterprise" trotz miserabler US-Quoten für eine vierte Staffel verlängert hat. So hätte das Studio "Paramount" den Preis für eine Episode von 1,7 Millionen US-Dollar auf nur noch 800.000 US-Dollar herabgesetzt und damit UPN ein Angebot beschert, dass er "nicht ablehnen konnte", schreibt Redakteur Stephen Bettaglio.

Wie des Öfteren bereits berichtet, räumt UPN dank dem Erfolg seiner Reality-Show "America's Next Top Model" sein Programm komplett um und will künftig versuchen, die weibliche Zuschauergruppe mehr anzusprechen. Dementsprechend wird in der nächsten TV-Saison mittwochs nach "Model" die neue Drama-Serie "Kevin Hill" ausgestrahlt - auf dem früheren Sendeplatz von "Enterprise", weshalb für Archer & Co. kein Sendeplatz mehr frei war und ihre Serie abgesetzt werden sollte.

Außerdem befand sich "Enterprise" in der letzten TV-Saison in direkter Konkurrenzschaft zu der erfolgreicheren Genre-Serie "Smallville" und dem Quotengiganten "American Idol", was sich äußerst negativ auf die Quoten auswirkte.

"Paramount" schaffte es aber letzten Endes, UPN davon zu überzeugen, (im Preis reduzierte) "Enterprise"-Episoden auf dem Freitag-Abend-Sendeplatz auszustrahlen, wo der Sender sich traditionell mit erbärmlichen US-Quoten herumschlagen musste - in der Hoffnung, die Quoten hier ein wenig anzukurbeln.

Es ist kein Geheimnis, dass "Paramount" alles daran setzt, dass "Enterprise" eine vierte Staffel bekommt, um der 100-Episoden-Grenze näherzukommen und sich damit einen lukrativen Syndication-Vertrag sichern zu können. Damit könnte der Sender all die Verluste wieder einfahren und das prächtige Merchandising-Geschäft am Laufen halten.

"Obwohl es im Grunde nur "Star Trek"-Fans interessiert, ob die Serie abgesetzt wird oder nicht, ist "Paramount" schlau genug, um zu wissen, dass man diese Fans zufrieden halten muss, damit sie weiterhin kräftig im Merchandise-Geschehen mitmischen und den Umsatz steigern. Seien es "Star Trek"-Videospiele, -Bücher, -Actionfiguren oder andere Sammelkollektionen - diese bringen dem Studio jährlich 200 Millionen US-Dollar Umsatz ein, davon allein 20 Millionen US-Dollar Lizenzgebühren",

fährt Battaglio fort.

"Es ist wichtig, das "Star Trek"-Sortiment frisch zu halten. Es gibt noch immer eine Menge hartgesottene Fans - und die wollen immer mehr",

verrät Marty Brochstein von "The Licensing Letter" dem "TV Guide".

Inwieweit diese Preissenkung der Episoden auch Einfluss auf das Budget, das diesen Episoden zur Verfügung steht, hat, bleibt offen.

Der komplette Artikel ist leider (noch) nicht auf der "TV Guide"-Website veröffentlicht worden.

(sl); STVC-Meldung vom 15.06.2004; Quelle: TrekToday [863 Aufrufe; 0 Kommentare]

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