J. Michael Straczynski, der Schöpfer der "Babylon 5"-Serie, behauptete, an der Entwicklung einer neuen "Star Trek"-Serie gearbeitet zu haben. Als ob dies nicht schlimm genug wäre, nahm er sich doch tatsächlich das Recht heraus, "Star Trek" und seine beiden BB-Führungskräfte offen zu kritisieren.
Vor Kurzem erschien eine News auf "JMS News", in der Straczynski offenbarte, er und der "Dark Skies"-Schöpfer Bryce Zabel hätten eine Idee zu einer neuen "Star Trek"-Serie bei "Paramount" abgeliefert. "Cinescape" veröffentlichte heute weitere Details darüber. So ließ Straczynski verlautbaren, dass seine Idee das "Star Trek"-Franchise "auf große Weise" erneuern würde und fügte Folgendes hinzu:
Obwohl es Gerüchte gab, denen zufolge "Paramount" Leute von außerhalb für neue "Star Trek"-Ideen in Erwägung zog - vom Captain-Kirk-Darsteller William Shatner bishin zu einer Gruppe von Horror-Film-Produzenten - ist dies aber das erste Mal, dass ein bekanntes Sciencefiction-Team behauptet, an einem "Star Trek"-Projekt unanbhängig von Rick Berman zu arbeiten, der seit beinahe zwanzig Jahren als ausführender Produzent dem "Star Trek"-Franchise dient.
Bermans aktueller Produktionspartner Brannon Braga hat in Interviews zugegeben, in der kommenden Staffel nicht mehr die Tagesgeschäfte der Serie zu übernehmen und dass dieser Posten stattdessen an Autor Manny Coto weitergereicht wird. Straczynski lobte Coto und übte gleichzeitig mehr oder weniger subtil Kritik an Berman und Braga:
Kommentar
Dass man "Babylon 5" überhaupt nicht mit "Star Trek" vergleichen kann und darf, ist so klar wie Kloßbrühe. "Babylon 5" ist eine billige Sciencefiction-Serie mit billigen Darstellern, billigen Geschichten und armseligen Produktionswerten. Alles, was diese schreckliche Serie zu bieten hat, ist ein epischer (aber letzten Endes bescheuerter) Krieg. Intelligente, menschliche Geschichten sind in "Babylon 5" - wenn überhaupt - nur im Ansatz vorhanden.
J. Michael Straczynski und "Babylon 5" vertreten die Ansicht, dass Sciencefiction patriotisch, düster und kriegerisch sein muss. Damit macht Straczynski Produkte für den Durchschnittsamerikaner, die nicht über den Tellerrand blicken wollen. Damit macht Straczynski Produkte für Action-Knaben, die an tiefgründigerer Unterhaltung nicht interessiert sind. Damit senkt Straczynski abermals das ohnehin sehr geringe Niveau der TV-Sciencefiction.
Straczynski ist ein dummer, selbstherrlicher Produzent, dem der Weitblick eines Gene Roddenberry fehlt. Straczynski macht TV ohne Vision, ohne Fantasie, ohne Philosophie. Wenn solch ein Mensch die Kontrolle über "Star Trek" übernimmt, dann guten Abend.
Dass "Star Trek" am Boden liegt, das ist bekannt. Aber dass der Boden offensichtlich nicht tief genug sein kann, das ist umso bedauernswerter. Kaum liegt ein TV-Riese am Boden, schon machen sich Aasgeier über ihn her und reißen ihm auch das letzte Fleisch vom Leibe. Aber dass einer dieser hässlichen Aasgeier Straczynski heißt, das hat "Star Trek" absolut nicht verdient.
Unter diesen Umständen sollte man dankbar sein, dass Rick Berman "Star Trek" zumindest noch in der nächsten TV-Saison erhalten bleibt. Es ist geradezu eine Schande, dass solch ein dümmlicher Mensch wie Straczynski sich das Recht herausnimmt, einen viel intelligenteren Produzenten wie Rick Berman zu kritisieren. Straczynski soll erstmal etwas Anständiges, Anspruchsvolles aufweisen, von dem nicht nur Action-Knaben begeistert sind, und dann - erst dann - sein stinkendes Maul aufreißen.
Es ist im Moment viel weniger die Frage, ob es "Star Trek" noch gibt, sondern viel mehr die Frage, was zum Teufel aus "Star Trek" wird! Die "Vergewaltigungs-Reihe" scheint glatt eine Untertreibung zu sein!
(sl); STVC-Meldung vom 22.06.2004; Quelle: TrekToday
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